Archiv für den Autor: Alexander Otto

#500-Euro-Scheingeld

500er

[Bildnachweis: eigene Montage]

BERLIN +++  «Mit der Abschaffung (des 500-Euro-Scheins) wird es schwerer, Schwarzgeld ins Ausland zu bringen», erklärte jüngst der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, der Bild-Zeitung.
Fein, aber dieser Vorschlag ist nicht wirklich neu, denn nur von der Chefarztfrau lernen, heißt Siegen lernen. Die kluge Dame forderte bereits 2008: Kreative Krisen-Refinanzierung: 500-Euro-Scheine ersatzlos entwerten.

#Trittin: Grüne bleiben sich treu

BERLIN +++ Blockparteiwart Trittin erklärt in Holzmedium für den Fall der Machtergreifung: «Wenn es überhaupt zu einer Vermögensteuer kommt, dann wird sie auf sich warten lassen», wegen bürokratischem Aufwand, Kassensturz und SchuldenVermögensberg.
Na da sind wir aber beruhigt, Jürgen.

#Euro-Rettung: Es wird Zeit für eine monetäre Krisenintervention à la Hjalmar Schacht

+++ Europa gerät durch erzwungene Austerität gesellschaftlich und ökonomisch in eine ähnlich desperate Situation wie das Deutsche Reich Anfang der 1930er Jahre.

Arbeitslosenquote, Auslandsverschuldung, Budgetdefizit und Wachstumsrückgänge hatten damals ein ähnliches Ausmaß wie im heutigen Griechenland.

Dann ermöglichten ausgerechnet die Nazis Hjalmar Schacht ein monetäres Experiment, dass den heutigen Mainstream-Ökonomen Angstschweiß auf die Stirn und Schaum vor den Mund triebe:

Mit den sogenannten Mefo-Wechseln schöpfte die Reichsbank nämlich einfach Geld in jeder benötigten Menge – und das ganz ohne Inflation. Der Trick: Die Dinger wurden nur für realwirtschaftliche Investitionen ausgegeben, so dass die Geldmengenausweitung immer einer entsprechenden Produktionsausweitung gegenüberstand. [Mehr dazu von Rainer Sommer via EU-Infothek ...]

Und jetzt stellen wir uns kurz vor, die EZB würde mit einem ähnlichen Instrument und im selben Ausmaß in ganz Europa Bildungseinrichtungen, Wissenschaft, Forschung, alle Arten von öffentlicher Infrastruktur, Solarkraftwerke, Windenergie und meinetwegen noch eine bemannte Marsmission finanzieren, statt uns weiter Richtung Hyperdeflation und damit in die gesellschaftliche Selbstdestruktion zu retten.

#Konsistente Idiokratie LXXIV (#S21-Milliardensumpfbrand)

STUTTGART +++ Schweizer Brandschutzspezialexperte schürt groteske Zweifel an der Feuersicherheit des schwäbischen Hauptstadt-U-Bahnhofs.
Als ob Brandschutz, in den durch die feuchte Kreide gespülten Katakomben, überhaupt relevant sein könnte. Tatsächlich hat die  Bahn AG sicherzustellen, dass ihre Fahrgäste am Grund der innerstädtischen Mergelgrube nicht ersaufen.
[Idiokratie - die Doko-Soap]

#Konsistente Idiokratie LXXIII (Rabattschlächter)

KARLSRUHE +++ Der BGH stuft Boni als wettbewerbswidrig ein, weil sie die Entscheidungsfreiheit des Verbrauchers unangemessen beeinflussen.
Na ist klar: Preisnachlässe, Boni, Rabatte, Drauf- und Dreingaben sind sozialistische Gleichmacherei. Sie behindern und verwirren die armen Konsumenten unnötig.
[Idiokratie - die Doko-Soap]

#Konsistente Idiokratie LXXII: (Eulenschwärmen gen Athen, Abflug!)

+++ Griechenlandrettung: Krieg der Elfengebeintürme eskaliert. Die bewährten teutonischen Spezialexperten bekommen nun von der olympischen Troika jeweils einen hellenischen Stadtstaat zugeteilt, um die Praxistauglichkeit ihrer Theorien im fairen Wettbewerb zu beweisen. Dem Sieger winkt eine Dauerkolumne (vierfarbig) in der Bild am Sonntag.
Δὶς παῖδες οἱ γέροντες.
[Idiokratie - die Doko-Soap]

#Hollande von Anlegern brutal abgestraft

PARIS +++ Angela, Guido und die deutschen Finanzspezialexperten hatten die Franzosen ja gewarnt. Eine sozialistische Machtergreifung würden die Finanzmärkte nicht ungestraft lassen: Prompt ist also die Zinsdifferenz zu Deutschland seit der Wahl von 146 auf 104 Basispunkte gestiegen. Die Zinsen für zehnjährige Anleihen dotieren derweil auf ihrem Allzeittief bei 2,41 Prozent. Armes Frankreich.