Ein Gedanke zu „cum hoc non est propter hoc*

  1. RaGu

    Toll, dass es meiner Wirtschaft gut geht. Ist doch auch meine, oder? Schließlich steht da immer “unserer Wirtschaft”, da gehöre ich doch dazu!
    Davon abgesehen, dass es mir bisher nie bewußt war, dass ich überhaupt eine Wirtschaft (oder doch einen winzigen Anteil) habe. Und den Schuppen, die ich bisweilen besuche (auch wenn sie anderen gehören) geht’s eigentlich nicht so doll. Das behaupten zumindest die Wirte. Auch die zwangsweise Steuerverkürzung auf 7% (Übernachtungsbetriebe, Sie wissen schon) hat gerade mal vor’m sofortigen Ende gerettet, mehr nicht. Jetzt fange ich an zu suchen und wenn ich meine Wirtschaft gefunden habe werde ich gnadenlos ein Freibier fordern. Das muss ja wohl drin sein.
    Ach da gibt’s noch ‘ne andere Wirtschaft. Und der geht’s noch doller? Zumindest nach der repräsentativen Umfrage bei dort beschäftigten Geringverdienern wie einem U. N. Sinn oder Swin Hüter (für Namensähnlichkeiten kann ich nichts)? Stimmt irgendwie. Die Kategorie, welche diese Befragten repräsentieren kann grundsätzlich nicht klagen. Gilt nur “grundsätzlich” und ist damit logischerweise nicht ganz richtig. Die Probleme mit den Banken-CDs, die Abwägung zwischen Verlustrückstellungen, -vorträgen, -rückträgen, Sonder-, Haupt-, Nebenabschreibungen, Fremd-, Zeit-, Kurzarbeiter, Spenden hier, Spenden da – endlos …
    Da soll’s noch eine dritte Wirtschaft geben? Lohnabhängig Beschäftigte, Transferteil- oder -vollempfänger? Was es alles gibt. Und denen geht’s auch doll? Na also, wenn’s in den Bild- und Druckerzeugnissen steht. Muss ja wohl satte Lohnverbesserungen gegeben haben, sonst könnte es nicht so sein. Habe ich nicht so mitbekommen, ist aber nicht anders erklärbar. Aber wenn schon die Abgeordneten, die immer als letzte dran sind, eine respektable Gehaltsaufbesserung erhalten haben – egal, freuen wir uns einfach über dieses Sommermärchen.

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