HRE-Nichtenteignungsgespräche

Ideologien sind ein teurer Spaß. Bevorzugt kosten sie anderer Leute Leben, diesmal soll es uns aber bloß ans Geld gehen. Glück gehabt, Dankeschön.

Um das Ohmygod-Wort Enteignung zu vermeiden, wird mit J.C. Flowers allen ernstes darüber verhandelt, ob er netterweise seine faktisch wertlosen HRE-Papierschnipsel für mehr als deren fiktiven Börsenwert verkauft. Etwa 40 Millionen Euro Entschädigung bekäme er bei Enteignung für sein Nichts geschenkt. Eine verdammt nette Geste von der deutschen SteuerzahlerIn.
Weil aber Leute wie Bankenaufseher Jochen Sanio das böse böse Wort Enteignung nicht in den geseiften Mund nehmen wollen: «Ich spreche ja lieber vom V-Wort als vom E-Wort für Enteignung», werden wir ziemlich sicher noch ein paar Milliönchen drauflegen. Die taz kalkuliert mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro.

Stellt sich die Frage, warum wir überhaupt nur einen Euro in Flowers Hut werfen sollten, wenn sich das gleiche Resultat doch ganz aufwandslos erzeugen ließe? Die Antwort ist Ideologie und die ist eben teuer.

PS: Ich haber derart keinen Bock mehr, jeden zweiten Tag zu dieser HRE-Scheiße zu posten, aber was bleibt mir – Amok oder Koma?

6 Gedanken zu „HRE-Nichtenteignungsgespräche

  1. Fellow Passenger

    Wenn das Papier nichts wert ist, soll Herr Flowers es doch behalten. Kaufen wir doch lieber etwas nützliches. Ein Stromnetz oder Wasserleitungen kann man zum Beispiel immer gebrauchen.

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