Ideologien sind ein teurer Spaß. Bevorzugt kosten sie anderer Leute Leben, diesmal soll es uns aber bloß ans Geld gehen. Glück gehabt, Dankeschön.
Um das Ohmygod-Wort Enteignung zu vermeiden, wird mit J.C. Flowers allen ernstes darüber verhandelt, ob er netterweise seine faktisch wertlosen HRE-Papierschnipsel für mehr als deren fiktiven Börsenwert verkauft. Etwa 40 Millionen Euro Entschädigung bekäme er bei Enteignung für sein Nichts geschenkt. Eine verdammt nette Geste von der deutschen SteuerzahlerIn.
Weil aber Leute wie Bankenaufseher Jochen Sanio das böse böse Wort Enteignung nicht in den geseiften Mund nehmen wollen: «Ich spreche ja lieber vom V-Wort als vom E-Wort für Enteignung», werden wir ziemlich sicher noch ein paar Milliönchen drauflegen. Die taz kalkuliert mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro.
Stellt sich die Frage, warum wir überhaupt nur einen Euro in Flowers Hut werfen sollten, wenn sich das gleiche Resultat doch ganz aufwandslos erzeugen ließe? Die Antwort ist Ideologie und die ist eben teuer.
PS: Ich haber derart keinen Bock mehr, jeden zweiten Tag zu dieser HRE-Scheiße zu posten, aber was bleibt mir – Amok oder Koma?
Falls du dich für Koma entscheidest: Pass bitte auf, dich nicht in der Nähe des Vatikan aufzuhalten… Falls du dich für Amok entscheidest: Pass bitte auf, dich in der Nähe des Vatikan aufzuhalten…
Bevor ichs vergesse: Falls es nicht ganz rübergekommen ist und da einer was falsch versteht (verstehen will): Das war als Satire gedacht. Nicht das mir hier ein Aufruf zu irgendwas nachgesagt wird …
Wie wäre es zunächst mit Mok(k)a, gerne auch vorm Vatikan. Und danach Geld an bunten Fallschirmchen über Supertankern abschmeissen. Muss weg, das Zeug.
Ts, warum mir sowas nie passiert wenn ich Super tanke …
Ok, für das blöde Wortspiel muss ich um Verzeihung bitten, aber um den Sack zuzumachen: Pass bitte auf … vorm Vatikan auf Kardamom in seinem Mokka zu bestehen, könnte möglicherweise wieder Verdacht auf die Nicht-Koma-Option lenken.
Wenn das Papier nichts wert ist, soll Herr Flowers es doch behalten. Kaufen wir doch lieber etwas nützliches. Ein Stromnetz oder Wasserleitungen kann man zum Beispiel immer gebrauchen.