Liste der PML-Erkrankungen unter Tysabri (Stand: September 2010)

Nach der Wiederzulassung von Tysabri® (Natalizumab) kam es zu den erwartet/ befürchteten* PML-Erkrankungen. Ich habe eine Tabelle mit den wichtigsten verfügbaren Daten angelegt. Die Liste wird laufend aktualisiert [english version].

Wichtig: Seit Juli 2009 veröffentlicht Biogen weitere PML-Fälle nicht mehr einzeln. Sie sollen nur noch ominösen Fachkreisen zugänglich gemacht werden. Wer also Infos aus erster Hand hat, kann die gerne hier in den Briefkasten werfen.

bestätigt am: Land/Alter/Geschlecht: Dauer: vorherige Therapien: letzter bekannter Gesundheitszustand: Nr.
31.07.2008 [1] Schweden37/männlich 17 Monate keine November 2008: Rehabilitation, leichte halbseitige Lähmung, 300 Meter Gehstrecke 1
Anmerkung:
31.07.2008 [1] Deutschland52/männlich 14 Monate Azathioprin & Beta-Interferon November 2008: Krankenhaus, komaähnlicher Zustand. Quelle: healthcentral.com 2
Anmerkung: Dr. Ralf Gold von der Ruhr-Uni Bochum rechnet mit bleibenden Hirnschäden. Dazu entwickelt der Patient ein lebensgefährliches Immune reconstitution inflammatory syndrome.
30.10.2008 [1] USA59/weiblich 14 Monate Beta-Interferon & Copaxone® † laut Meldung vom 19.12. 2008 3 (†)
Anmerkung: gleichzeitige Rheuma-Therapie mit Methotrexat
11.12.2008 [2] Deutschland57/männlich 26 Monate Beta-Interferon laut Biogen seit Dezember 2008 in ambulanter Behandlung. Update 27.04.09: erneut Intensivstation.† Oktober 2009 4 (†)
Anmerkung: TYGRIS
06.02.2009 [3] Deutschland42/weiblich 12 Monate Mitoxantron März 2009: mit Paresen der unteren Extremitäten aus dem Krankenhaus ent- lassen. Seit Juli in Reha 5
Anmerkung:
15.04.2009 [4] Deutschland43/weiblich 31 Monate ? Ende April 2009: künstliche Beatmung, Epilepsie 6
Anmerkung: Infos via AANM / TYGRIS
18.05.2009 [2] USA35/weiblich 24 Monate Rebif®, Avonex®, Copaxone® Mai 2009: Reha, Gehstrecke ca. 35 Meter 7
Anmerkung:
10.06.2009 [2] Schweden45/ weiblich 35 Monate Avonex®, Mitoxantron Juni 2009: Patientin ist zuhause und plant Plasmapherese (PLEX) 8
Anmerkung:
19.06.2009 [1] Frankreich35/weiblich 34 Monate Avonex®, Rebif®, Mitoxantron Juni 2009: Krankenhaus, Zustand stabil 9
Anmerkung:
23.06.2009 [5] Deutschland27/männlich 30 Monate Beta-Interferon, Copaxone®, IVIG Juni 2009: stabil nach Plasmapherese (PLEX) 10
Anmerkung:
24.07.2009 [3] USA47/weiblich 29 Monate Beta-Interferon ? 11(†)
Anmerkung: Seit Juli 2009 veröffentlicht Biogen weitere PML-Fälle nicht mehr einzeln.
05.08.2009 [1] Schweiz/männlich 24 Monate ? ? 12
Anmerkung: laut interner Quelle, nicht offiziell bestätigt / medscape
03.09.2009 [4] USA/männlich 34 Dosen ? ? 13(†)
Anmerkung: Die Fälle 12 und 13 wurden von der FDA bestätigt. Es gibt jetzt vier US-Fälle.
15.09.2009 [6] Deutschland40/weiblich 30 Monate ? ? 14
Anmerkung: laut Spiegel-Interview mit Dr. Ralf Gold, Ruhr-Uni Bochum
18.09.2009 [1] Spanien/weiblich 13 Monate ? ? 15
Anmerkung:
24.09.2009 [2] Frankreich/weiblich 25 Monate ? ? 16
Anmerkung:
25.09.2009 [5] USA/männlich 35 Dosen ? ? 17
Anmerkung:
06.10.2009 [7] Deutschland/weiblich 24 Monate ? ? 18
Anmerkung: TYGRIS
07.10.2009 [2] Schweiz/weiblich 36 Monate ? ? 19
Anmerkung:
13.10.2009 [6] USA/weiblich 22 Dosen ? ? 20(†)
Anmerkung:
13.10.2009 [1] Tschechien/weiblich 44 Dosen ? ? 21
Anmerkung: STRATA
16.10.2009 [8] Deutschland/männlich 28 Monate ? ? 22
16.10.2009 [7] USA55/weiblich 33 Dosen Beta-Interferon, ? 23(†)
Anmerkung: Die European Medicines Agency erwähnt in ihrer Presseveröffentlichung weltweit insgesamt 23 PML-Fälle. Hier der Link zum emea-pdf (Seite 2, unten)
25.10.2009 [8] USA/männlich 25 Dosen ? ? 24
Anmerkung: Die European Medicines Agency meldet Fall 24
Zusammenfassung, Ende Oktober 2009(nach vertraulichen internen Quellen, nicht offiziell bestätigt) Herkunft: 8 aus Deutschland, 8 aus den Vereinigten Staaten, 2 aus Schweden, 2 aus Frankreich, 2 aus der Schweiz, 1 aus Spanien und 1 aus der Tschechischen Republik.

Geschlecht: 9 Patienten sind männlich, 15 weiblich.

Durchschnittliche Therapie-Dauer: 25 Monate – 18 von 24 PML-Patienten bekamen Tysabri für mehr als 24 Monate.

02.11.2009 [9] USA/weiblich 52 Dosen ? ? 25
Anmerkung: Laut Unternehmenssprecherin Naomi Aoki. Weitere Informationen sind nicht verfügbar.
05.11.2009 [10] USA/weiblich 38 Dosen ? ? 26
Anmerkung: Laut Unternehmenssprecherin Naomi Aoki. Weitere Informationen sind nicht verfügbar.
05.11.2009 [3] Frankreich/weiblich 37 Monate ? ? 27
Anmerkung: Laut Unternehmenssprecherin Naomi Aoki. Weitere Informationen sind nicht verfügbar.
17.11.2009 [9] Deutschland/männlich 49 Monate ? ? 28
Anmerkung: via Reuters
15.12.2009 [10] Deutschland/weiblich 40 Monate ? ? 29
Anmerkung: laut interner Quelle
08.01.2010 [4] Frankreich/weiblich 53 Monate ? ? 30
Anmerkung: laut interner Quelle
08.01.2010 [1] Niederlande/weiblich 37 Monate ? ? 31
Anmerkung: Details laut interner Quelle, Fallzahl bestätigt im Boston Business Journal “As of January 12, 2010, 8 deaths have occurred amongst the 31 confirmed PML cases; the patients who are alive have varying levels of disability.”
25.01.2010 [11] USA/weiblich 46 Dosen ? am 25. Februar 2010 32(†)
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt via wall street journal am 17.02.
25.01.2010 [3] Schweiz/weiblich 45 Monate ? ? 33
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt via wall street journal am 17.02.
09.02.2010 [1] Griechenland/weiblich 21 Monate ? ? 34
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt via wall street journal am 17.02.
09.02.2010 [1] Irland/weiblich 40 Monate ? ? 35
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt via wall street journal am 17.02.
16.02.2010 [3] Schweden/weiblich 31 Monate ? ? 36
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt von der deutschen Arzneimittelkommission am 09.03.2010
16.02.2010 [12] USA/weiblich 44 Dosen ? ? 37
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt von der deutschen Arzneimittelkommission am 09.03.2010
17.02.2010 [13] USA/weiblich 33 Dosen ? ? 38
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt von der deutschen Arzneimittelkommission am 09.03.2010
17.02.2010 [11] Deutschland/weiblich 27 Monate ? ? 39
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt von der deutschen Arzneimittelkommission am 09.03.2010
03.03.2010 [12] Deutschland/weiblich 25 Monate ? ? 40
Anmerkung: laut interner Quelle / bestätigt von der deutschen Arzneimittelkommission am 09.03.2010
10.03.2010 [14] USA/weiblich 34 Dosen ? ? 41
Anmerkung: 42 PML- und 9 Todesfälle, davon 15 USA, 24 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via nasdaq.com
10.03.2010 [15] USA/weiblich 30 Dosen ? ? 42
Anmerkung: 42 PML- und 9 Todesfälle, davon 15 USA, 24 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via nasdaq.com
24.03.2010 [16] USA/männlich 45 Dosen ? ? 43
Anmerkung: 46 PML- und 11 Todesfälle, davon 17 USA, 26 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via wall street journal
24.03.2010 [13] Deutschland/männlich 43 Dosen ? ? 44
Anmerkung: 46 PML- und 11 Todesfälle, davon 17 USA, 26 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via wall street journal Details laut interner Quelle
24.03.2010 [1] Italien/weiblich 32 Dosen ? ? 45
Anmerkung: 46 PML- und 11 Todesfälle, davon 17 USA, 26 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via wall street journal Details laut interner Quelle
08.04.2010 [17] USA/männlich 23 Dosen ? ? 46
Anmerkung: 46 PML- und 11 Todesfälle, davon 17 USA, 26 EU und 3 Rest – Biogen Idec; via wall street journal Details laut interner Quelle
09.05.2010 [2] Italien/männlich 46 Dosen ? ? 47
Anmerkung: Biogen; via nasdaq.com – Details laut interner Quelle
09.05.2010 [18] USA/männlich 37 Dosen ? ? 48
Anmerkung: Biogen; via nasdaq.com – Details laut interner Quelle
09.05.2010 [19] USA/männlich 39 Dosen ? ? 49
Anmerkung: Biogen; via nasdaq.com – Details laut interner Quelle
11.05.2010 [1] Belgien/weiblich 46 Dosen ? ? 50
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
11.05.2010 [14] Deutschland/männlich 52 Dosen ? ? 51
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
11.05.2010 [1] Österreich/weiblich 41 Dosen ? ? 52
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
03.06.2010 [15] Deutschland/weiblich 44 Monate ? ? 53
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
03.06.2010 [20] USA/weiblich 38 Dosen ? ? 54
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
07.06.2010 [2] Spanien/männlich 49 ? ? 55
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
23.06.2010 [4] Schweiz/weiblich 52 ? ? 56
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
02.07.2010 [21] USA/weiblich 48 ? ? 57
Biogen; via dow-jones-newswires
02.07.2010 [22] USA/männlich 59 ? ? 58
Anmerkung: Biogen; via dow-jones-newswires
13.07.2010 [2] Griechenland/männlich 37 Dosen ? ? 59
Anmerkung: interne Quelle
19.07.2010 [16] Deutschland/weiblich 50 Dosen ? ? 60
Anmerkung: interne Quelle
26.07.2010 [23] USA/weiblich 57 Dosen ? ? 61
Anmerkung: interne Quelle
06.08.2010 [24] USA/weiblich 51 Dosen ? ? 62
Anmerkung: interne Quelle
06.08.2010 [25] USA/weiblich 41 Dosen ? ? 63
Anmerkung: bestätigt via wall-street-journal.
25.08.2010 [26] USA/weiblich 56 Dosen ? ? 64
Anmerkung: interne Quelle

Zweifelhafte Angaben sind mit Fragezeichen versehen. Für Zusatzinfos via Kommentar oder E-Mail wäre ich dankbar.

Die drei PML-Fälle, die im Februar 2005 zum vorläufigen Verlust der Marktzulassung führten, habe ich hier zusammengestellt »

[*] Geschätztes Risiko – bei Wiederzulassung (!) – 1:1000 innerhalb von 18 Monaten Behandlungsdauer; PMID: 16510746)

Tysabri®, Avonex®, Rebif® & Copaxone® sind eingetragene Warenzeichen.

Alexander Otto

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Disclaimer/Haftungsausschluss

Tags: Biogen Idec, Daten, PML, Tysabri (Natalizumab)

70 Reaktionen zu “Liste der PML-Erkrankungen unter Tysabri (Stand: September 2010)”

  1. Moderater Ordnungsfetischist

    So, ich habe wieder 100 Kommentare archiviert. Also nicht wundern, wenn ein älterer Kommentar aus dem aktuellen Thread verschwunden ist.

  2. Alexander Otto

    vielleicht auch interessant für euch: Tysabri & PML – der Stand der Dinge

  3. Chris (US)

    Stratify 1 trial of the JC Virus Antibody Assay is now fully enrolled.

    Only about 700 enrolled in the Stratify 2 trial. My personal neuro said that she won’t be enrolling patients into Stratify 2 until late August.

    Still taking Tysabri (3 years and 6 months now). Personnally changed my infusions to every 5 weeks until I get tested/results for JC Virus Antibodies.

    Chris

  4. Alexander Otto

    Hi Chris,

    nice to read you again. Please keep us up to date about the Stratify 2 trial.

    Best regards from Cologne

    Alex

  5. Pit

    Hallo.
    Hat jemand dazu eine Idee:

    Ende März waren 50.300 Anwender unter tys Therapie.
    67.700 wurden bis dahin jemals mit tys behandelt.
    Ende Juni waren 52.700 unter tys und 71.400 wurden jemals mit tys behandelt.

    Was sagt uns das?
    Zum einen, die Zahl der Anwender ist in 3 Monaten um 2.400 gestiegen. Die Zahl der Gesamtanwender dagegen um 3.700.

    Und was bedeutet das nun wieder?
    Wo sind die 1.300 geblieben?
    Haben in diesen 3 Monaten 1.300 tys wieder ab- oder ausgesetzt?

    Erklärungen willkommen.

    Pit

  6. Chris (US)

    US Tysabri label update – still searching for the link but it states the risk of PML is increased in patients who have had prior immunosupressant (IS) use – IS use includes agents such as mitoxantrone, azathioprine, methotrexate, cyclophosphamide, mycophenolate and cladribine. This increased risk appears to be independent of TYSABRI treatment duration and is based on the fact that 46% of TYSABRI patients with PML had been treated with an IS prior to receiving TYSABRI. Patients with prior IS use have ~4-fold greater risk of PML compared with patients without prior IS use.

    Chris

  7. Pit

    Thanks Chris.
    One link is this: http://www.reuters.com/article/idUSN1610117820100720

    But it will be in nature that many people have taken other IS before.
    ty should be given at last, when other medication doesn’t work.
    So it’s easy to talk about that the IS should increase risk of PML.
    Maybe it not looks more like good PR to recrute user which should take ty as first medication instead of CRAB?

    Pit

  8. Alexander Otto

    @Chris,
    according to Biogen: “Accumulating experience indicates that the risk of PML increases with longer treatment duration. In addition, patients treated with an immunosuppressant (IS) prior to receiving TYSABRI have an increased risk of PML; IS use includes agents such as mitoxantrone, azathioprine, methotrexate,cyclophosphamide, mycophenolate and cladribine. This increased risk appears to be independent of TYSABRI treatment duration and is based on the fact that 46% of TYSABRI patients with PML had been treated with an IS prior to receiving TYSABRI. From the TYGRIS Observational Study, it is estimated that 20% of TYSABRI-treated patients (13% in US and 24% in EU) have been treated with an IS prior to receiving TYSABRI. Hence, there appears to be a disproportionate representation of prior IS use in the patients with PML compared to the TYSABRI-treated population overall,
    The data indicate that patients with prior IS use have ~4-fold greater risk of PML compared with patients without prior IS use.
    Patients with prior IS use have ~2-3 fold greater risk of PML compared with the overall TYSABRI-treated population, and patients without prior IS use have ~50% lower risk of PML compared with the overall TYSABRI-treated population. The US TYSABRI prescribing information now reflects these observations. Nevertheless, the overall worldwide incidence of PML associated with TYSABRI therapy since reintroduction remains generally consistent with the rate previously observed in clinical trials (1). Databeyond 3 years are limited.”

  9. Chris (US)

    Pit,

    Please look at the list of immunosuppressant IS medications – mitoxantrone, azathioprine, methotrexate,cyclophosphamide, mycophenolate and cladribine. I believe this supports the use of Tysabri before using these strong IS medications.

    Chris

  10. joe

    @Chris
    Here is the link for the official new full Prescribing Information ( Dated July 20) – under Additional Information in the right side of the page
    http://www.biogenidec.com/therapies_tysabri.html

  11. mcula

    Grussen everyone,

    Apart from the glaring discrepancy in the regulatory prescribing guidelines existing between the Americas and Europe, does anyone have information in that field from outside of N.America and (western) Europe?

    There was a question above about the numbers: how come the tally for incurables retail don’t figure with the overall tally for those who have (at one point or another) infused Natalizumab .

    Could this possibly be explained by the clinical trials that were announced some time ago? 1300 is approx 200 short of the test subjects called for in those clinical trials. Is it not? I’ve made a posting about it here [above] Alex.

    Clinical trials always being for a limited time, that would explain the fall off in numbers over an annual period’s fluctuation in connection with experiments on test subjects. Plus, those are not commercial (at least, in the sense of it not being for the patient being tested a commercial transaction as a proper patient and customer would be).

    Finally, regarding the differences in traditions and believes with relation to the Natalizumab products available on the marketplace, there is often juxtaposed the argument that the Natalizumab chemical intervention is better than any of the other range of products being marketed by the same retailers and some other manufacturers.

    May I ask where does the idea originate from that it is required to undergo synthesised bio-chemical alterations of ones corpus merely because there is a diagnoses made in one’s case? From where does this come from?
    For instance, it is often said “Well, it is better than the CRABS” (the genital CRABS or the CRABS on the Beech? Lovely imagery Big Five).

    And one other thing: when it is stated “This chemical is fit for use when other therapies have failed”…

    Question: Does this include the patient overlooking their dietary intake from top to bottom? Does it include ergotherapy to investigate if the individual is capable of feeding themselves properly on a daily basis. Does it include optometrists’ care for the investigation of tinted glasses at certain pitches to keep certain light out that the individual has difficulty in perceiving optically?

    Or does it just mean … those injections did nothing… So let’s try this.

    Enjoy those holidays, freEuropeans.

    Best,

    Noel

    PS: What means “Disease modifying” … is that when one disease ( e.g. MS) is modified into another disease (e.g. PML) ? Linguistically, this is precisely what is implied with this forward-looking statement.

    What quantifies a modification of the disease … the name, the nature or the deadliness of the individual‘s ‘diseased’ case?

  12. Maik

    Hallo Pit,

    unter der Tysabritherapie kam es immer wieder zu schubähnlichen Ereignissen, wie Taubheit im Mund- und Rachenraum, Koordinationsstörungen in den Beinen Humpeln und Bein nachziehen sowie Taubheit in den Fingeraspitzen . Das hat sich alles jetzt auch etabliert.

    Aufgetreten sind die Ereignisse verstärkt in den ersten Monaten dieses Jahres und tendenziell schlimmer werdend. Aufgehört habe ich mit Tys. tatsächlich zum Juni.

    Ein Mrt vom Dezember zeigte einige ganz kleine neue Läsionen, während das Mrt vom Februar schon wieder keine Veränderung aufwies. Der klinische Zustand stellte sich für mich klar verschlechternd dar.

    Der Hinweis zu Mito hilft mir natürlich weiter, ich komme aus der Berliner Ecke und werde dementsprechend Gespräche führen.

    Vielen Dank für Deine Informationen, bei Neuigkeiten logg ich mich wieder ein.

    Alles Gute
    Maik

  13. Heike

    http://www.ms-info-forum.de/showthread.php?tid=4270&page=3
    Hier wird etwas “herumgestänkert”
    Man glaubt nur das was man glauben will.

  14. Alexander Otto

    @ Heike,
    die Animositäten dort sind eher persönlicher Natur und gelten meiner Person. Das dürft ihr ruhig unter humoristischen Aspekten sehen – ein Bisschen Boulevard geht ja immer ;)

  15. Wo denn

    Ich sehe keine Stänkereien, hast Du das Forum verwechselt?
    Ausserdem ist der Inhalt anderer Foren doch wirklich nicht Thema hier.Wahrscheinlich meinst Du den LB, da gab es auch mal Ärger mit Alex

  16. paul

    Mein Gott – wie krank – man hat das Thema wieder versteckt – erst dort fette Reden schwingen – und dann nicht den Arsch in der Hose haben und dazu zu stehen.

    Ich finde es sooo ärmlich – über Pit herzuziehen – der einzige der den Mut besitzt und über PML aufzuklären – ganz klar weil “selbst betroffen – bzw. Angehöriger” – aber es ist leicht – wenn alles gelöscht wird was nicht passt -so kann man sich “seine Wahrheit” auch zurechtstutzen.

    Ich finde es klasse das hier aufgeklärt wird – vielen Dank.

  17. Wo denn

    Vielleicht hat ja Heike sich einfach vertan, ich kenne das Forum, da ist die Verlinkung der Seite nicht erwünscht, steht im Portal, na und?
    Die Beiträge über Tysabri sind als User dort lesbar, aber ist eher nicht so das Hauptthema des Forums
    Also muss man sich doch nicht in so einem Thread wie diesen über soetwas aufregen wenn die konsequent sind und nicht Verlinkungen zu anderen Seiten wie dieser wollen.
    Ihr habt vielleicht Energien….

  18. paul

    heute morgen war das Thema PML – wo über PIT “hergezogen” wurde für Gäste noch lesbar – nun nicht mehr -das ist typisch für den Admin dort – was nicht passt – wird passend gemacht -das ER der Gute ist – und das Opfer


    [Hi Paul, ich (Alex) bin mal so dreist und schreibe einfach in Dein Posting.
    @ all, das hat einen Grund: Eine Menge Leute lassen sich per Mail über neue Kommentare informieren und haben keinen Bock ständig Updates zu Uralttrollereien zu bekommen. In der PML-Liste hat das also nichts zu suchen und wird dementsprechend ‚asap’ gelöscht. Wer sich mit mir zanken will, kann das gerne in der Myelounge versuchen, hier nicht. Übrigens: Danke für dein nettes Feedback Paul.]

  19. Steve

    Hallo Alle hier.

    Ich hatte gerade meine 21. Tysabri-Infusion. Ich habe mich durch einige der neuesten Beiträge hier durchgelesen und es stellt sich bei mir eine immer größer werdende Verunsicherung ein. Zunächst kurz mein Zustand, dann einige konkrete Fragen zu denen mich eure Meinung interessiert.

    Ich habe von März 2006 – März 2008 Avonex gespritzt und es immer schlechter vertragen: starke Erkältungssymptome, immer stärker werdende Depressionen. Nach einem halben Jahr Wartezeit ohne Medikamente habe ich nach meinem bisher stärksten MS-Schub im Oktober 2008 mit Tysabri-Infusionen angefangen, seit dem monatlich. Ich habe aktuell keine (jedenfalls eindeutig durch Medikation verursachten) Derpessionen mehr und mein Gesamtzustand ist recht gut. Ich habe weitere in MRT nachweisbare Schübe gehabt mit sehr milden Symptomen. Seit einem halben Jahr hat sich mein MRT-Befund überhaupt nicht verändert. Probleme die sich innerhalb der Tysabri-Behandlung eingestellt haben, die aber nicht konkret auf MS zurückführbar sind, sind: starker, sehr unangehmer und unregelmässig auftretender Harndrang auch bei kleinen Füllmengen der Balse, sehr häufiger Stuhldrang und unangenhme Blähungen. Die zuletzt genannten Beschwerden scheinen nicht Symptome der MS zu sein, so die Aussage meines Neurologen und Urologen. Ich bin hier noch auf Spurensuche.

    Meine konkreten Fragen:

    - Hat jemand von euche ähnliche Blasen- und/oder Darmbeschwerden under Tysabri zu berichten?

    - Mich hat besonders die Inzidenzratentabelle weiter oben erschreckt:
    “Wenn man die Anwender unter 12 Monaten mal weglässt liegt das Risiko im Durchschnitt unter 1:1000 nämlich bei 1:734
    >= 12 Dosen 1,24
    >= 18 Dosen 1,46
    >= 24 Dosen 1,76
    >= 30 Dosen 1,50
    >= 36 Dosen 0,85″
    Das heiß klar für mich, dass ich immer mehr Gefahr laufe an einer PML zu erkranken je länger ich Tysabri bekomme. Mein Neurologe hat schon angedeutet, dass nach 24 Dosen bei mir eine Neuüberlegung ansteht und ich bin etwas verzweifelt, weil ich nicht weiss wie ich weiter machen soll. Wer von euch hat nach ca. 2 Jahren die Tysabri-Therapie beendet und wie weitergemacht?

    - Weiter oben wird über die PML-Kontrolle unter Tysabri durch den Neurologen hingewiesen. Mein Neurologe schickt mich halbjährlich zur Kopf-/HWS-MRT und führt regelmässig einen Bluttest durch. Zwar ist beides nicht komplett aussagekärftig aber gibt mir wenigstens etwas Sicherheit. Wer von euch bekommt andere/weitere PML-Kontrolluntersuchungen? Kennt ihr noch PML-Kontrollluntersuchungen die grundsätzlich regelmäsig durchgeführt werden sollten?

    Vielen Dank,
    Steve

  20. erni

    Hi, Steve – wenn du von irgendeiner Seite eine Idee bekommst, dann gib mir bitte auch Bescheid.
    Meine Tochter bekommt heute das 1. Mal Tys – ist natürlich sehr optimistisch. Muss man ja sein. Sie kennt nur diesen Blog nicht – dafür mach ich mir große Sorgen.

    Sie hatte bei Avonex (1/2 Jahr) große Probleme. Durch Zufall trafen wir in der Klinik eine Vertreterin der Firma und diese meinte “oh, schade, soll nur die halbe Dosis nehmen”. Dabei benötige sie die Doppelte!. Rebif hatte sie schon – auch größere Probleme und Mitoxantron wurde nach 1 1/2 Jahren abgesetzt, das Herzecho war nicht ok.
    Auch ich (und meine Tochter) frage mich, was nach Tys???? Ihr Neuro hat derzeit 168 Tys-Patienten, von 18 – 67 J., derzeit keine Verschlechterungen des Gesamtzustandes.

    Übrigens: Österreicher sind hier im Blog wohl nicht vorhanden?? Und bei uns gibts auch wenig Infos zu MS. Deshalb:
    DANKE an PIT und lass dich nicht abschrecken von diversen Animositäten.

    Lg Erni

  21. Alexander Otto

    @Steve & Erni

    Von Harnwegs- und seltsamen Darminfekten unter Tysabri habe ich schon gehört. Hat dein Körpergewicht rapide abgenommen? Bequengele deine Docs einfach solange, bis sie deine Symptome ernst nehmen.
    Und wie es nach Tys weitergeht, da habe ich auch keine Patentantwort. Ich mache derzeit einfach mal nix. Wie ich dich verstanden habe, scheint deine Ms aber noch ziemlich aktiv zu sein (das gilt wohl auch für Ernis Tochter). Nichtstun ist für euch also keine echte Alternative.
    Vielleicht haben die Mitleser ja mit irgendeiner Anschlusstherapie positive Erfahrungen gemacht??? Ich bin so ratlos wie ihr.

    Grüße
    Alex

  22. baker28

    Nach Interferon, Mitox und Tysabri prüfe ich für mich bei meiner SPMS nach quasi längerem “Nichtstun” (monatlich ein 1000er Kotison-Puls ist ja vermutlich eher rein symptomatisch zu sehen) gerade Endoxan ( Cyclophosphamid ).

    http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2008/2900/pdf/tschakarjandiss.pdf

    Scheint ab nicht sehr verbreitet zu sein.
    Und man kommt wohl vom Regen in die Traufe.

    http://www.ms-life.de/mslife/forum/actionViewThread.html?board=2&entry=332456

    Und hier in diesem Blog wird man vermutlich auch keine Endoxaner treffen, die Erfahrungsberichte teilen können/wollen.
    Davon abgesehen, würde es unter “Liste der PML-Erkrankungen unter Tysabri” wohl auch nicht gehören :-( .
    Vielleicht gäbe es dann aber unter einer anderen Überschrift Raum für solche Themen und Fragestellungen auch in diesem Blog?
    Nach dem Motto: “Tysabri – Was danach” oder so ähnlich ;-)

  23. CS

    @baker28

    Einen Beitrag zu dem Thema Tysabri und was dann gab es schon einmal in der myeloung, mit einem Link zu einem interessanten englischen Artikel.

  24. Klaus

    @all, Hallo ihr, @alex

    ein paar Gedanken zu Tysabri & Schübe, & drug holidays,@ JC-Viren-Tests :

    Ich war kürzlich in neurolog. Fachklinik in Dietenbronn. Die OÄ meinte, sie hätten jährlich 1.200 station. u. 1000 ambulante. MSler (unter Tysabri), wie ich es verstanden habe. Natürlich ist das auch nur ein “Auszug” aber mehr als die “normalen” Neuros wie ich finde und für mich ziemlich aussagekräftig:

    Die OÄ meinte auf meine Anfrage, Schübe/Verschlechterung des Zustands unter Tys. hätten sie nur

    – in den ersten 2 Monaten unter Tysabri oder
    – bei Antikörpernachweis,
    – beim (Übergang) in sekundär chronischen Verlauf oder
    – in oder kurz nach “drug-holidays”, wovon man inzwischen aber
    eher absehe (vom Ergebnis der “drug-holidays” zur PML-Vermeidung
    wurde hier ja auch schon ausführlich berichtet.)
    gesehen.

    Da das alles aber auch unter “Schübe unter Tys.” gerechnet wird, mache ich mir keine zu großen Sorgen bezüglich Schübe unter Tys. in schubförmigem Verlauf, wenn o.a. Punkte ausgeschlossen sind.

    Ich finde schwierig, dass einiges Undifferenzierte in manchem Forum behauptet wird, was zur Verunsicherung beitragen kann.

    Tysabri ist ein Medikament, das gravierende Nebenwirkungen haben kann (am schlimmsten, ganz klar, die PML), aber man muss sich auch nicht von jedem Posting verrückt machen lassen.

    JC-Viren Test sei eher sinnlos, weil man den sich am Tag der Testung das Virus einfangen könne und der Test somit keine Aussagekraft hat (darüber wurde
    hier ja auch schon berichtet).

    Je länger ich das Medikament nehme, desto bewusster bin ich mir, dass ich ein
    “statistisch messbares”, reales Risiko eingehe. Dies vs. Lebensqualität, bei mir ca 2 schubfreie Jahre, was super ist. Ich werde es weiter nehmen, erst mal.

    Tysabri ist kein “Schnupfenmittel”. Jeder muss seinen Weg finden.

    Es gibt einfach keinen “Königsweg”. MS ist die “Krankheit mit den 1000 Gesichtern”, das macht es so schwer.

    Mein Weg ist,
    - mich so gut wie möglich zu informieren (für einen Laien),
    - ein gutes medizin. “Team” zu haben, die sich auskennen (z.B.engagierte
    Ärzte, die schon mal eine PML durch Tysabri gesehen haben),
    das Risiko nicht runterspielen. Die wissen, dass ich meine Entscheidung für
    oder gegen Tysabri nicht an den zunehmenden PML-Fallzahlen festmache,
    mich mit meinen Fragen Ernst nehmen, plausible Antworten haben.

    Kurz gesagt, dass ich mich als mündiger Patient mit verantwortungsvollen
    erfahrenen Ärzten umgege.

    - mich mit vielen Leuten austauschen.

    @ Alex

    Könntest du mich bitte wieder in euren Verteiler aufnehmen?

    LG
    Klaus

  25. Pit

    @ Heike/Paul:
    Was hab ich verpasst?

    Ins MS Info Forum komm ich nicht rein.
    Die haben mich sofort nach der Anmeldung wieder rausgekickt, als ich dort neue PML Zahlen veröffentlicht hatte.
    Der Grund: Ich hätte mich noch nicht mal vorgestellt :-(
    So what – dennoch interessierts mich natürlich, wenn über mich (ohne mich) geredet wird.

    PM gerne willkommen: tys (at) hallo (dot) ms

    merci
    Pit

  26. Frank

    @ Erni,

    Ich bin sicher, die Neurologen Deiner Tochter wissen, was sie tun.
    Trotzdem bitte Dich, nochmal mit dem Neurologen
    Deiner Tochter in Kontakt zu treten.

    Die EMA und mittlerweile auch die FDA raten eindringlichst,
    Tysabri NICHT NACH Mitoxantron u.ä. zu verabreichen.

    Das Immunsystem
    kann bis zu einem Jahr (und vielleicht noch darüber hinaus)
    nach der Verabreichung von immununterdrückenden Medikamenten
    geschwächt sein.

    Hier noch allgemein gehalten:
    ..”Es darf nicht angewendet werden bei
    Patienten mit PML oder einem erhöhten Infektionsrisiko, einschließlich Patienten, deren
    Immunsystem aufgrund von Krankheiten oder Arzneimitteln, die sie gerade erhalten oder
    möglicherweise zuvor erhalten haben, geschwächt ist.”…

    http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000603/WC500044688.pdf

    Hier im Blog wurde darüber berichtet; siehe die Posts von Chris und Alex
    vom 21. Juli

    “The data indicate that patients with prior IS use have ~4-fold greater risk of PML compared with patients without prior IS use.

    Patients with prior IS use have ~2-3 fold greater risk of PML compared with the overall TYSABRI-treated population,

    and patients without prior IS use have ~50% lower risk of PML compared with the overall TYSABRI-treated population.
    The US TYSABRI prescribing information now reflects these observations.

    Nevertheless, the overall worldwide incidence of PML associated with TYSABRI therapy since reintroduction remains generally consistent with the rate previously observed in clinical trials (1). Databeyond 3 years are limited.”

    LG,

  27. Paul

    @ Pit : siehe hier – das ist nun öffentlcih – das andere “gelabber” wurde nach dem Eintrag hier – wieder “versteckt” bzw. gelöscht.

    http://www.ms-info-forum.de/showthread.php?tid=4656&page=2

    Paul

  28. Erni

    @ Frank
    Danke für deinen Hinweis “zur Vorsicht”. Hast schon Recht – besser x-Mal nachfragen.
    Meine Tochter hat Mitoxantron vor 3 Jahren beendet. Danach Rebif, danach Avonex. Avonex wurde 5 Monate ausgesetzt, jetzt mit Tysabri begonnen. Die Voruntersuchungen waren enorm:
    21 Phiolen Blutabnahme, ua. auch auf Tumormarker getestet, sämtliche Fachärzte mussten die Freigabe abgeben.
    Auch den Tag vor der Infusion verbrachte sie im Krankenhaus mit weiteren Abklärungen ihres Gesundheitszustandes, wie MRT, Herzecho, etc.
    Mehr kann man wohl nicht tun?? Während der Infusion “hing” sie an Elektroden zur Messung der Herzfrequenz, Puls, Blutdruck, danach wieder Blutabnahme und ein weiterer Tag im Krankenhaus zur Überwachung.
    Dieses 3-tägige Prozedere hat sie noch 2 x. Bei uns werden die ersten 3 Infusionen im Krankenhaus verabreicht, dann beim Hausarzt, aber immer an der “kurzen Leine”. Ihr Neuro will sie – soweit möglich – keiner Gefahr aussetzen.
    Das ist das Einzige, was mich persönlich etwas beruhigt.
    Ich werde nun immer wieder in diesen Blog “gucken” und gegebenenfalls auch über das Befinden meiner Tochter berichten.
    Dir und allen Anderen wünsche ich alles, alles Gute und: verliert einfach nicht die Zuversicht!
    Lg, Erni

  29. Frank

    @ Erni,
    vielen Dank für Deine Erläuterungen.
    Klingt sehr gut !
    Alles Gute wünsche ich Euch !
    Gruss,
    Frank

  30. CS

    Zwar ist der Bericht noch vor dem 1. PML-Fall entstanden, aber trotzdem interessant.

    Die Tricks der Pharmaindustrie

  31. Pit

    @ Heike, Erni, Paul:
    Danke.

    @ CS:
    Habs mir gestern abend noch reingezogen – sehr interessant, wenn auch schon etwas her ist es (leider) immer noch aktuell.

    @ all:
    Habe eine relativ neue (Februar 2010) Dissertation gefunden:
    Immunmodulierende Therapie bei Multipler Sklerose
    https://online.medunigraz.at/mug_online/edit.getVollText?pDocumentNr=23476&cDDNr=17586&pFti=&pOrg=1

    Die Doktorandin geht hier auf fast alle verfügbaren und künftigen medis ein. Von Wirkmechanismus über klinische Ergebnisse und Studien bis zum aktuellen Stand hat sie hier alles geschrieben und erklärt.

    Das Datum Februar 2010 ist das Abgabedatum. Die PML Zahlen unter tys stammen z. B. noch vom Noebember 2009.
    Dennoch aktuell und lesenswert, nicht nur für Hardliner.

  32. Alexander Otto

    Danke für das Fundstück Pit,

    es wurde sogleich in der myelounge zum Lesetipp erhoben.

    Derzeit fehlt mir etwas die Inspiration und die Muse pennt am Stück – da ist das Kollektiv, äh ich meine Crowdsourcing angesagt ;o) Wer also noch einen guten Link oder ein Thema hat, nur los.
    [Update: Die Muse pennt nie, nicht ohne Unterwäsche]
    Grüße
    Alex

  33. Robert

    Hallo,

    auch Ich bekam von 2005-2006 Mitoxantron. Hab von Sep. 2006 – April 2010
    Tysabri eingenommen. Keine Schübe, keine Nebenwirkungen und mach grad ne Pause.
    Wollte an der letzten Feldstudie von Fingolimod teilnehmen, mein Neurologe hatte schon nen Platz für mich. Dann wurde meine damalige Mitoxtrantongabe von 10mg / 3 Monate zum Ausschluß aus dieser Studie. Es wurde gesagt das vorherige Mitoxbehandlungen ein Ausschlußkriterium für diese letzte Fingolimodstudie sind. Hab weil Ich an der Studie teilnehmen wollte mit Tysabri aufgehört im April 2010. Wie es weitergeht entscheiden wir nach MRT im Sep., mir gehts genau so gut wie vorher mit Tysabri.
    Kann durchaus sein das ich ab Okt. wieder Tysabri nehme.
    Wollt nur schreiben das bei mir trotz Mitox vor Tysabri absolut keine Nebenwirkungen aufgetreten sind.

    @ Pit

    Laß dich nicht entmutigen von diesen ständigen Kritikern in diversen MS-Foren,
    wir Tysabriuser die hier regelmäßig auf dem Blog von Alex sind, wir sind froh über eure Erfahrungen u. Hinweise.
    Dafür ganz GROßES DANKE!!!

  34. Pit

    Hi Robert.
    Danke für die Info.
    Fingolimod ist nicht ohne. Ich war vor zwei Wochen auf einem Vortrag.
    Es gab in der Transforms Studie 2 Todesfälle. Allerdings unter den Probanden mit der höheren Dosis, die vermutlich nicht zugelassen wird.
    Egal wie sie alle heißen werden, Fingolimod, Fumarat, Laquinimod, Terifunomid, Fampridin oder Leustatin greifen teils heftig ins Immunsystem ein.
    Manche bleiben auch verdammt lange im Blutkreislauf, letzteres (Cladribin) über ein Jahr. Ob man das wie bei tys mit 4-5 Blutwäschen entfernen kann, falls was passiert, weiß ich nicht.
    Bei Cladribin das beschleunigte Zulassungsverfahren angewandt – wie immer häufiger bei potentiellen Blockbustern, die kräftig Kohle in die Kassen der Pharmas spülen könnten.

    Hier gibts was darüber zu lesen:
    http://www.amsel.de/dokumentearchiv/stellungnahme_cladribin_fingolimod_final.pdf

    Ein paar Fragen hätte ich noch:
    Wie lange war die Pause zwischen Absetzen von mito und tys?
    Wie gings dir unter mito? Auch schubfrei? Hattest du NW?

    Ansonsten danke fürs Lob und keine Sorge, ich bleib vorerst am Ball ;-)
    Auch wenns manchen nicht passt – die sollen halt hier nicht lesen.

    Grüße, schönen Sonntag.
    Pit

  35. Alexander Otto

    Moin Pit,

    “Manche bleiben auch verdammt lange im Blutkreislauf, letzteres (Cladribin) über ein Jahr. Ob man das wie bei tys mit 4-5 Blutwäschen entfernen kann, falls was passiert, weiß ich nicht.”

    Nein, kann man nicht (Gilt auch für Rituximab). “Torpedo läuft”, wie mein Med-Mann zu sagen pflegt.

    Und Grüße
    Alex

  36. Robert

    @ Pit

    Ich hab damals Mito bekommen weil meine MS ziemlich aktiv war, zur Deeskalation weil Tysabri vorübergehend vom Markt war damals und die Zulassung in Europa sich verzögert hat.
    Habe es 12 Mon. alle 3 Mon. bekommen bis März 2006 und ab Sep. 2006 Tysabri.
    Hatte gar keine NW unter Mito, bekam es ambulant und war damals in einer Umschulung zum Industriekaufmann.
    Von Schüben bin ich während der Zeit auch verschont geblieben.

  37. Robert

    @ Pit

    kann es sein das du vor zwei Wochen bei der MS-Fachtagung im Neurocafe Stuttgart warst? Dort war ich nämlich auch (Vortrag orale Medikamente durch Dr. Ziemsen / Dresden). War der wo gefragt hat bezüglich Mito vor Fingolimod.

    grüßle Robert

  38. Pit

    @ Robert:
    njet, war ein MS-Info-Tag der Kreiskliniken Esslingen.
    Aber du hättest Herrn Ziemsen nach dem PML Fall fragen können, den er behandelt hat und wie es dem Patienten heute geht ;-)
    Schade, leider schon ums Eck … nächstes Mal.

    Grüßle
    Pit

  39. osiris

    Der PML-Fall in Dresden damals war afaik nicht an der Uniklinik, und somit nicht im Verantwortungsbereich von Dr. Ziemssen…inwiefern er nach dem auftreten dann aber an der therapie mitgewirkt hat, kann ich leider nicht sagen

  40. Pit

    @ Robert:
    Danke für die Infos.

    @ osiris:
    Weißt du mehr zum gesundheitszustand des Dresdner PML Falls?

    @ all:
    Exakt das ist es, wovor ich immer wieder aufmerksam machen will:
    Ein tys Frischling (1. Infu am 21.7.) wird von seienm behandelnden neuro nicht aufgeklärt. Er (der Patient) solle sich im Internet informieren.
    Die 2. Infu soll er bei seinem Hausarzt bekommen. Über weitere Kontrollen der Blutwerte wurde er nicht informiert.

    Das ist skandalös. Der Name des neuros gehört auf den Beipackzettel geschrieben.

    … bin sprachlos

    http://www.ms-life.de/mslife/forum/actionViewThread.html?board=2&entry=333875

  41. Mone

    Hallo, ich habe letztens in einem Telefonat mit einer anderen Tysabri-Anwenderin erfahren, dass ihr Arzt versucht, individuell für jeden seiner Patienten sowohl die Intervalle als auch die verabreichte Dosis zu regeln. Das mit den längeren Intervallen wurde hier ja auch schon diskutiert, dass man auch die Dosis verändern könnte, ist mir neu. Dass den Herstellern nicht daran gelegen ist, ist schon klar, aber nicht jeder Patient ist gleich und warum sollte man da nicht mal vorsichtig was probieren? Das würde mir also soweit einleuchten. Wenn es denn weiter wirkt, fände ich das natürlich gut. (Nach dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.) Worauf stützt sich eigentlich die Behauptung, das Risiko, dass der Körper Antikörper entwickelt, würde steigen?
    Diese Praxis steht auf dem Standpunkt, weniger Medikament würde auch weniger Nebenwirkungen verursachen, also das Risiko an einer PML zu erkranken, würde damit sinken. Ist das auch nachvollziehbar oder reine Spekulation?
    LG Mone

  42. Erni

    Hi, Mone!
    Also, wenn eine Verringerung der Dosis tatsächlichmöglich ist, dann wird meine Tochter das sicher ausprobieren. Sie hat allerdings erst die 1. Infusion. Wir werden ihren Neuro löchern!
    Ich denke mir, bei 50 Kg Körpergewicht ist doch die Dosis eines jeden MS-Medikaments zuviel. Avonex hat sie auf die Hälfte herabgesetzt – es ging ihr gleich gut und gleich schlecht, hats aber allgemein nicht vertragen.
    Nun, ich hoffe, es gibt zu diesem “So viel wie nötig ……” einige Kommentare.
    Danke jedenfalls.
    Erni

  43. Pit

    Hallo allerseits.

    Habe ein aktuelles PDF (21.6.10) der Expertengruppe Off-Label des GBA (Geminsamer Bundesausschuss) zum Thema “Intravenösem Immunglobulin G (IVIG) im Anwendungsgebiet Multiple Sklerose” gefunden.

    Hier werden allerdings auch Themen wie

    - Epidemiologische Daten zur MS
    - Zugelassene Wirkstoffe (BT und Eskalation)
    - Weitere Behandlungsstrategien (Endoxan, experimentelle und alternative Therapien)
    - Behandlungsalternativen in Schwangerschaft und Stillzeit

    angesprochen.

    Ich finde ein sehr interessantes und vorallem aktuelles Dokument, welches viele Antwortren auf immer wieder gestellte Fragen gibt.

    http://www.bfarm.de/cae/servlet/contentblob/1061976/publicationFile/91528/IVIG_MS.pdf

  44. Rachel

    Dallas Morning news reports that Tysabri is being used on last stage cancer patients in (the usual) experimental settings with folks with little else hope, and a very fat Rolodex’s with burgeoning wallets full of cash to-boot.
    http://www.dallasnews.com/sharedcontent/dws/news/politics/state/stories/DN-texwatch_15nat.ART.State.Bulldog.365449b.html
    Rather macabre, but true.

    The Dallas Morning News reports that speaker of the US House of Representatives, Nancy Pelosi (D), reported as acting as scientist, physician, treating neurologist and medicines safety-board when she used her political bulk to “cajol the FDA to find a legal justification that let Mayo administer the drug”, (natalizumab).

    Mayo (already dead) was a cancer patient.

    It really is rather typical, that the marketeers of chemicals for the treatment of an illness with known cognitive degeneration factor (impaired decision-making) use the silly season (cucumber period) of the summer “no-news” months to release mind altering information such as this.
    Especially, given that a wrong, or misinformed, decision (for example, regarding medical treatment) can put into train the end of a human’s life. This, while all of the “focus” from the marketeers themselves (with regard to the specific illness) is (mis-)placed onto advertising arguments such as the ‘i could walk/dance better in my new heels’, or the insane argument (as seen with the dead marketing victim from this article, the argument that goes something like:
    “I’ll try anything, just gimme the drugs” …

  45. Pit

    @ Rachel:
    Thanks – interesting. But as I unerstand biogen don’t give ok for treatment with ty.

    @ all:
    Immer wieder lese ich, dass tys als BT und als erstes Medikament überhaupt verordnet wird.
    Oft kennt man natürlich die Hintergründe bzw. Grundlagen für die Verordnung nicht aber es häufen sich Aussagen, dass tys, welches erst nach Versagen anderer BT und einem Schub innerhalb des vorangegangenen Jahres verordnet werden darf, das erste der Wahl zu sein scheint.
    Die zweite Option, dass eine rasch fortschreitende MS vorliegen muss, hebelt natürlich alle Richtlinien aus, denn wie “schwer” der Verlauf ist, liegt letztlich im Ermessen des behandelnden Arztes.

    (Arzneimittel-Richtlinie Therapiehinweis Natalizumab)
    http://www.g-ba.de/downloads/39-261-737/2008-10-16-AMR4-Natalizumab_BAnz.pdf

    Wenn also einem Patienten ein 2. Schub aus medizinischer Sicht nicht zugemutet werden kann, reicht auch ein “schwerer” Schub für die indikation von tys aus.

    Trotzdem lese ich immer öfter Sätze mit Inhalten wie diesen hier:
    Diagnose MS im Juli 2010, 2. Augustwoche erste “Basistherapie” mit tysabri.

    http://www.ms-life.de/mslife/forum/actionViewThread.html?board=2&entry=335069

    Was den Schluss zulässt, dass es entweder immer mehr schwere Verläufe gibt oder es mit der Indikation nicht so ganz genau genommen wird.

    Wer kennt Fälle, bei denen tys die erste Wahl war?

  46. Ulla

    Hallo,
    war heute bei einem neuen Neuro.
    Mich hat ein anderer Neuro zu diesem überwiesen – weil dieser hoffte das ich in die Studie Finolmid (??) kommen sollte.
    Da komm ich aber aufgrund vom Hautkrebs nicht rein – zudem ist der Arzt sich nicht ganz sicher das ich wirklich “nur” schubförmig” bin.
    Er schickt mich nun in drei MRTs und dann wird nochmal gerrede – sollte die MS aktiv sein – empfiehlt er mir Tysabri.
    Er klärte mich auch über PML auf – das Risiko sei 1/2000 !
    welche Zahlen nimmt der Arzt ?
    Ausserdem wundert es mcih – das hier bei Tys mein Hautkrebs wohl keine Gegenanzeige ist.

    Ich habe ansonsten keine Therapie-Optionen aufgrund – er meinte zwar es gibt 5 weitere Medikamente in der Pipeline… ggf. könnte ich da in eine Studie kommen.

    Grüsse
    Ulla

  47. Roman

    Hallo Ulla,

    ich nehme an Du meinst Fingolimod.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fingolimod

    Jaja, die lieben schwarzen Schafe unter den Neurologen.
    Früher war Betaferon der große Renner, jetzt verschreiben sie halt gerne Tysabri. Warum wohl ?
    Pit hat mal einen Link zu einem Film über einen ehemaligen Pharmazie-Mitarbeiter reingestellt.
    Ich denke, das gibt Aufschluß.

  48. CS

    Biogen meldet zum 4. August 2010 5 neue Fälle.

    25 USA, 34 EU und 4 Rest der Welt – 3 neue Fälle in den USA und 2 aus der EU

  49. Alexander Otto

    Bestätigt im wall-street-journal.

  50. ulla

    wie hoch ist denn nun das Risiko wirklich ?
    1/2000 sagte mir der neue Neuro
    viele Grüsse
    Ulla

  51. Jessy

    Hallo Ulla,

    aus dem Kopf weiss ich die genauen Zahlen auch nicht, aber zum einen steht alles in diesem Blog, also einfach mal hochscrollen ;-) und zum zweiten stimmt 1:2000 auf gar keinen Fall. Vlt. meinte dein Neuro 1:1000 denn das ist die Zahl, die in der Regel public gemacht wird. Aber wie schon gesagt. Irgendwo in diesem Blog stehen auch noch andere Zahlen :-)

    LG
    Jessy

  52. rdo

    Insgesamt, also über alle Patienten, liegt die Rate etwa bei 0,88:1000. (63 Fälle bei [lt angegebenem Wall Street Journal Artikel] 71.400 insgesamt jemals behandelten Patienten).

    Eine solch undifferenzierte Angabe ist aber wenig hilfreich. Im ersten Jahr z.B. ist ein Risiko quasi nicht vorhanden, und die Zahl 71.400 sagt auch nichts darüber aus, wie viele Infusionen die knapp 19.000 Therapieabbrecher bekommen hatten.

    Im Zeitraum zwischen 1 und 2 Jahren ist die Rate (wiederum laut o.a. Artikel) bei 0,4:1000. Wobei auch diese Angabe wiederum nur bedingt taugt, da in diesem Zeitraum eher chemotherapeutisch vorbehandelte Patienten erkranken. Das relevante Risiko kann individuell daher deutlich höher oder auch deutlich niederiger liegen.

    Vielleicht meinte dein Neuro diese Zahl. Ich kenne den Inhalt des Gesprächs nicht. Ein pauschales Risiko lässt sich nach derzeitiger Datenlage jedenfalls kaum ernsthaft zur Entscheidungsfindung verwenden, aber wenn man ein spezifisches Risiko angibt, dann muss man schon auch das Kind beim Namen nennen und sagen, auf welche Gruppe man sich denn damit bezieht.

  53. ulla

    Hallo RDO,
    naja so viel sagte er nicht – er meinte -je nachdem wie meine MRTs aussehen wäre Tsy ggf. eine Option – er will aber nicht verschweigen – das das Risiko einer PML 1/2000 wäre.
    wie gesagt was mich wundert -ist das hier mein Hautkrebs keine Gegenanzeige darstellt.

  54. Rachel

    An End to Tysabri’s terrifying tentacles?
    Aug 23 Dow Jones Wire – Commentary.
    My good Sir, Madam,
    Is the highly effective money-spinner investment, Tysabri, to be discontinued by American users? Analysts at Deutsche Bank seem to think so…

    With increases in infection of PML, a direct result (admitted by the manufacturer) of the chemical infusions associated with Tysabri, the article reports that, for patients getting 30 months of therapy or more, the incidence of the infection is 1.4 per 1,000 patients, different when compared with earlier duration measurements. These differences are even larger for those on the drug longer than 36 months.
    However, probably relying on assurances of its sales & marketing division people, Biogen views the statistics as “inconclusive” (in the real marketplace), precisely because there |” aren’t enough patients to have ‘confidence’ in determining that the finding ‘is real’ “|. Biogen are therefore, in my opinion, and obviously from this statement published in the Dow Jones financials wire, are playing the oldest soap-box “confidence trick” that there is known to wo/man. This is one where scientific evidence plays no role, and all that matters are the tentacles of confidence and clientism that the progenitor of the trickery has sunken into the society and, more importantly, the delivery routes of the merchandise to the “end-” user… {pardon the pun}.
    Meanwhile, (medicals-experts?) financial analysts at UK Barclays Bank cite the information beyond the 24-month barrier a market unit remains injecting Tys is ‘relatively small’, but nonetheless may affect the rate of prescription by physicians (who monitor the recent rise in PML Tysabri- failures and related Tysabri “MS drop-outs”).

    With some c.60,000 injecting this chemical worldwide, what are the differences in the proposed finance-house statistics being put forward, going forward? 1 death? 3 deaths? Or maybe 63 (brain-) deaths, but only 13 fatalities?
    It seems to me in the world of Fall St Financial interests… “side-effect drop-out patients” (who are depart the chemical infusion-regime by decease or severe and irreversible brain-damaged) pose more of a threat than the mere face-value “bad debt” associated with their option to become a Tysabri failure unit.
    This is because, every Tysabri chemical drop-out will be projected on the statistic investors’ information-sheets that are circulated by the drug manufacturer(s) from time to time…and may cause a snowball effect in those opting to become a Tysabri-failure unit.
    In this manner, the article reports that Deutsche Bank analyst Robyn Karnauskas believes that 20% of the Tysabri-users will cease to infuse the chemical into their bodies by 2011; and another 25% by 2012.

    Read more about Thomas Gryta’s (Dow Jones) article at the NASDAQ website:
    http://www.nasdaq.com/aspx/stock-market-news-story.aspx?storyid=201008191623dowjonesdjonline000542&title=brain-infections-from-biogen-elan-ms-drug-continue-to-rise#ixzz0xVaBhjPw

    Yours aye, בברכה.

    Jkfr. Rachel Ridder,
    Stadt Amsterdam,
    Königreich der Niederlande.
    ~):(~

  55. Pit

    PML Bluttest
    Der JCV Test soll lediglich dazu dienen, tys Anwender in zwei Kategorien zu unterteilen: Die eine mit einem höheren und die andere mit einem niedrigeren Risiko an PML zu erkranken.
    Es wird ein Antikörpertest auf JCV gemacht, fällt dieser positiv aus, ist man vermutlich gefährdeter als wenn der JC Virus nicht in einem steckt und sich somit das Risiko einer PML “nur noch” auf ein falsches Ergebnis des Tests oder einer frischen Ansteckung mit JCV beschränkt.

    Das muss man mal so deutlich sagen, denn ich meine aus vielen Aussagen der Betroffenen herausgehört zu haben, dass sie meinten, es handele sich um einen regelmäßigen (monatlichen) Test, der einem tysabri Anwender frühzeitig eine PML anzeigt. Das ist bis jetzt nicht so.

    Man wird sich künftig also, auch wenn es eh kaum eine andere Wahl gibt, so oder so für das Medikament entscheiden müssen – der eine mit einem höheren Risiko, der andere mit einem geringeren.

    http://www.businesswire.com/news/home/20100824006042/de

  56. Alexander Otto

    Moin Pit,
    da warst du wieder schneller – Mist ;) Ich habe dich dafür in der Myelounge zitiert …
    Grüße
    Alex

  57. Jessy

    Huhu zusammen,

    ich habe letztens gelesen, dass ein Bluttest bzgl. der T4/T8 Zellen vor der Tysabrigabe, wenn die T4 Zellen i.O. sind, eine kleine Sicherheit geben und das Risiko an einer PML zu erkranken ein wenig eindämmt. Allerdings habe ich noch nirgends einen offiziellen Bericht dazu gelesen. Könnt ihr da irgendwas zu sagen?

    Gruß,
    Jessy

  58. Pit

    PML (JCV) Bluttest

    Bin grad am studieren des Artikels im ANA.
    Sind 8 Seiten in englisch :-( und erfordert absolute Konzentration.
    Also was fürs Wochenende ;-)

    Kurze Zusammenfassung nach dem ersten Querlesen:
    Es wurden 831 Patienten aus der STRATA Studie untersucht.
    Von 17 PML Patienten gab es Referenzblut vor der PML Diagnose.
    Bei allen 17 wurden anti-JCV Antikörper gefunden.
    Keine der 17 Blutproben war seronegativ.
    54% der 831 Probanden wurden seropositiv getestet.

    Die These, dass man ein PML Risiko höher einschätzen kann stütz sich nun darauf, dass nicht 54% der 17, also 9 von 17, seropositiv waren sondern 100%.
    Es wundert mich schon sehr, wie man auf grund einer solch kleinen Zahl überhaupt Rückschlüsse ziehen kann.
    Ging es um das PML Risiko unter tysabri hieß es bisher von fast allen Seiten, man könne mit so wenigen Fällen keine aussagekräftige Statistik führen.
    Jetzt plötzlich geht es anscheinend – merkwürdige Sache.

    Weiter wird ausgeführt, dass der Nachweis der Virus DNA kein guter Prädiktor (Vorhersagevariable) sei. Als Beispiel wird geschrieben, dass die DNA oft weder in Blut noch im Urin von PML Patienten nachgewiesen wurde, der Virus hatte sich nur im Gehirn repliziert.

    Der 2-stufige anti-JCV Antikörpertest scheint wesentlich genauer zu sein.

    Wie gut und genau der Test aber auch sein mag, man wird lediglich nur eine Risikoeinstufung vornehmen können, mehr nicht.

    Übrigens:
    Das alles mit ausbaldowert hat Mister tysabri himself Ted Yednock.
    Es scheint ihm also schon wichtig, dass sein Kind kein Unheil anrichtet.

  59. Alexander Otto

    Moin Pit,

    ich habe deinen Kommentar gleich mal in die Myelounge kopiert:
    Tysabri: Erste Daten zum PML-Bluttest liegen vor

    Man könnte die Diskussion des Tests ja auch dort führen. Dann gingen unsere/eure Überlegungen dazu vielleicht nicht in der Kommentar-Flut hier verloren … aber das ist nur so eine Idee. Ich habe natürlich keine Hoffnung … ;)

    Allerbeste Grüße an die Restmenschheit

    Alex

  60. Jessy

    Hmmm, bezüglich der T4/T8-Zellen gibts aber scheinbar nichts großartiges zu sagen scheinbar. Schade, dann verlass ich mich mal auf mein Bauchgefühl ;-)

    Ein schönes-Restwochenende

    Jessy

  61. rdo

    @Jessy:

    Ich weiss nicht. Der CD4/CD8 cell count, den man so testen kann, ist ja nichts spezifisches, sondern spiegelt die Immunkompetenz insgesamt wieder.

    In der Studie von Koralnik et al. wird gemutmaßt, dass Tysabri direkt auf JCV-spezifische T-Zellen einwirkt.

    Das klingt für mich nicht so, als wär eine allgemeine Verschiebung des allgemeinen CD4/CD8 Verhältnisses in irgendeiner Form notwendig für die Entstehung einer PML in Zusammenhang mit Tysabri.

    Bei AIDS-Patienten ist das anders.

    Wo hast Du das denn gelesen…?

  62. Jessy

    Hallo rdo,

    ich hab es in einem Forum gelesen, dass ein Neuro vor der Tysabrigabe immer diese T4/T8 Zellen testet um somit das Entstehen einer PML zu minimieren. Daraufhin habe ich meinen behandelnen Arzt gefragt ob dies wirklich was bringt. Er war der Meinung, dass es keine 100%-Sicherheit gibt, aber Schade würd es auch nicht. *schulterzuck*

    Danke für die Antwort rdo :-)

  63. rdo

    Zu dem Thema hab ich dieses Paper gefunden:
    http://www.direct-ms.org/pdf/DrugsMS/Stuve%20decreased%20Th%20cells%20Tysabri.pdf

    Demnach sinkt die CD4/CD8 Rate im Liquor direkt nach einer Infusion auf Grössenordnungen wie bei HIV-Patienten. Das ist ein Therapieffekt — daher ohne Aussagekraft. Ausserdem verringert sich die CD4/CD8-Rate im Blut, wenn man nur diejenigen Zellen mit ungebundenem α4-Integrin betrachtet. Das ist wiederum ein normaler Therapieeffekt, daher ohne Aussagekraft. Im Rahmen der Routineuntersuchung ist das auch gar nicht messbar.

    Die allgemeine CD4:CD8-Rate im Blut sinkt zudem mit zunehmender Therapiedauer ab, bleibt dabei aber im Betrachtungszeitraum innerhalb normaler Parameter.

    In Einzelfällen kann man in der Grafik in dem Paper allerdings Ausreisser nach unten feststellen. Es wird auch theoretisiert, dass über den Betrachtungszeitraum hinaus (nach einigen Jahren) irgendwann auch im Durchschnitt ein Abfall unter Norm möglich ist. Unter solchen Umständen ist eine systemische Immunschwäche denkbar.

    Das unterstreicht natürlich die grundsätzliche Sinnhaftigkeit eines solchen Tests.

    Die Aussagekraft bezüglich des PML-Risikos dürfte nach der anderen Studie quasi nichtexistent sein, und einen solchen Eindruck sollte ein behandelnder Arzt auch nicht vermitteln.

    Ich hab natürlich keine Ahnung, was der Neuro aus dem Forum konkret gesagt hat. Womöglich ist die Aussage gar nicht in dem Kontext gefallen und da wurde nur interpretiert.

    so.. und jetzt kann ich vielleicht mal pennen… :p

  64. Alexander Otto

    So, ich habe wieder 100 Kommentare archiviert. Also nicht wundern, wenn ein älterer Kommentar aus dem aktuellen Thread verschwunden ist.

  65. CS

    Moin rdo,

    diese Aussage kenne ich auch und stammen tut sie vom eingedeutschten niederländischen Neurologen, der hat auch eine Patientin die er bereits 6 Jahre mit Tysabri behandelt.

    Einmal angefangen soll man ja mit dem Zeug nicht mehr aufhören, weil angeblich die alte Schubrate zurück kommt…

  66. Jessy

    hey, vielen Dank für diese doch sehr aufschlussreiche Erklärung rdo :-)

  67. Breathnach

    Good afternoon,

    I have read, with interest, some of the comments here.

    I am from the EU, and my spouse is one of the current sufferers of PML.

    I am interested in the souces of the data as I have been trying for months to get more details and reach out to other PML sufferers, particularly in the EU.

    It really saddenes me when you see the risk statisitics e.g 1:1000 & then think that this is somehow alright. We are living, everyday, with the hell that is PML

    It is my stong opinion that the drug company’s main priority is their shareholders and not the patient, and the rush to provide the JCV test is a rush to save the investment in Tysabri.

    I would like to hear from those who may be affected by this, from a human point of view.

    Many thanks for the information outlined about the users, it has been a great help.

  68. Pit

    Dear Breathnach.
    Please contact me privately at
    tys (at) hallo (dot) ms

    Regards
    Pit
    husband of PML case No 5.

  69. Alexander Otto

    Moin Leute,

    genauere Daten für die letzten fünf PML-Fälle liegen vor:

    59. Griechenland M 37 – 13. Jul 10
    60. Deutschland w 50 – 19. Jul 10
    61. USA w 57 – 26. Jul 10
    62. USA w 51 – 06. Aug 10
    63. USA w 41 – 06. Aug 10

    und es gibt jetzt eine 64. PML-Infektion:

    64. USA w 56 – 25. Aug 10

  70. Josi

    Hi, findet ihr es logisch, dass nicht mehr zu “frühen” Fällen kommt? Wisst ihr, was man daraus ablesen kann ?

    Bekommen die Ärzte tatsächlich zusätzliche Infos, z.B . welche Vorbehandlungen es gab? VG Josi

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