«Entsetzen und Verärgerung über Brüderle»

… titelt ausgerechnet die faz. Es gibt Schlagzeilen, die treiben mir Lachtränen in die Augen. Und der eigentliche Artikel wird noch schmeichelhafter. Hier meine Lieblingspassage: «Nach Wahrnehmungen und weiter getragenen Kolportagen (welch eine Formulierung, irre) habe Brüderle „endlos schwadroniert“. Er habe sich in „Dampfplaudereien“ über Grundzüge der Marktwirtschaft ergangen.» Ja was habt ihr den erwartet?
Tragisch nur, dass das Entsetzen dem einzigen Casus-Brüderle gilt, den die Mehrheit der Deutschen zu recht unterstützt: der Subventionsverweigerung für Industriedinosaurier.

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Nichts

Wie viele Millionen Euro ist ein Arbeitsplatz wert? Ein Einkommensplatz, an dem ein schwerverkäufliches Produkt für einen schrumpfenden Markt in monotoner Sklavenarbeit gedengelt wird? Ein Ding, dessen Betrieb das Weltklima schädigt, mittelbar den Ausbau moderner Infrastruktursysteme behindert und auch mal ein Kind platt macht? Wir werden es erleben. [Ich tippe in toto auf 2,2 Milliarden Euro.]

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Opel-Beschäftigte wehren sich erfolgreich gegen Verbleib bei GM

Damit das ganz sicher klappt, stellt Betriebsrat Franz Weihnachtsgeldforderungen von mehr als 500 Millionen Euro fällig. Das Kalkül geht erwartungsgemäß auf: Prompt droht General Motors mit Insolvenz und den Opelaner mit der Freiheit. All-In; via handelsblatt.
By the way, Klaus: In den USA ist Poker so verbreitet, wie unter IG-Metallern Skat. Für Verhandlungen qualifiziert das Erste deutlich besser
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Opel-Coping

Der Auto-Fetisch ist multimoribund. Der Abschied wird teuer, muss aber nicht den Rest- verstand kosten. Die fünf Phasen der Krankheitsbewältigung: … weiter »

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Traumarbeit beendet - Kater in Russenheim

«Wir verstehen, dass die Komplexität und die Länge der Angelegenheit für alle Beteiligten anstrengend war.» Ja. GM-Konzernchef Henderson bringt es auf den Punkt und macht Feierabend: Statt die europäischen Altmetallschmieden an Haider-Kumpan Stornach und die russischen FSB-Banker zu verhökern, bleiben die Subventionsraptoren bei der us- amerikanischen Mama. Schuld ist selbstverständlich die böse EU. Ausgeträumt; via faz.
[Traumatherapie & Familienaufstellung]

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Plan Omega

TatzelwurmWenn der unsägliche Magna-GM-Deal platzt und der SubventionsRaptor endlich brüllend in der beschworenen Mitte krepiert, wird die deutsche Arbeiterbrauseführung den Schuldigen schon in petto haben: Die böse neoliberale EU und ihre gierigen Schmarotzer. Dann wird partei-cross-over nationalsoziale Empörtheit serviert. Versprochen; via ftd.

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Opel-Rettung - alles war umsonst

Angela Merkel: «Wir sind sicher, dass hier dem Steuerzahler kein finanzieller Schaden entsteht.» Gratiskultur, demnächst zur Wiedervorlage; via ruhr-nachrichten.

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«Wir finden locker andere»

Ferdinand Piech hat keine Freude an der Vorstellung, dass sein Zulieferer Magna zum VW-Mitbewerber mutiert und General Motors oder irgendwelche Russen-Banker demnächst Zugriff auf Volkswagentechnologie und Geschäftszahlen haben könnten. Lieferanten- wechselpläne; via ftd.
[War ja nicht vorhersehbar, nicht im Suff.]

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spekulativ

Der Opel-Verkauf an Magna ist angeblich doch noch denkbar - aber selbstverständlich nur unter Bedingungen. Da werden sich Frank Stronach und German Gref freuen. Alle News (bis 14:00 Uhr) beziehen sich übrigens auf eine dürre Reuters-Meldung und die nennt als Quelle ‘Verhandlungskreise’, dann bestätigt die Opel-Treuhandgesellschaft. Gleich äußert sich noch Frau Merkel und um 16:15 Uhr gibt’s endlich die ultimative GM-Pressekonferenz - angeblich, vielleicht. Alles klar? [Update: Glück - bis nach der Wahl / ftd]

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Opel-Blamage gewinnt Kontur

Sag’ ich doch: «Das neue Board ist offensichtlich der Auffassung, dass Opel doch eine sehr wichtige Marke für GM ist und Europa ein sehr wichtiger Markt.», erklärt Carl-Peter Forster; via auto motor & sport. Da kann die Schmierwurst blubbern, was sie will. Tut sie auch.

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Vor Opel gerettet?

Opel bleibt beim US-Staatskonzern General Motors und dem deutschen Steuerzahler so einiges erspart. Dumm trifft Dümmer; via süddeutsche-zeitung.

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Gequengel nervt General-Motors-Managment

Roland Koch hält alle sachlichen Fragen für geklärt. Für die Vertagung der Entscheidung im Opel-Bieterwettbewerb gebe es keinerlei inhaltliche Rechtfertigung (ddp). Vielleicht sind die Gründe ja persönlicher Natur, Roland? Wäre doch vorstellbar, irgendwie. Oder ganz anders: gibt es Absprachen in ganz anderen Dimensionen mit Russland?

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