Land und Leute, gestern und heute

«Der Krieg ist für sie ein erregendes Erlebnis und eine Abwechslung von der monotonen Erwerbsarbeit. Die Afghanen sind in Clans aufgeteilt, über welche die verschiedenen Häuptlinge eine Art feudaler Oberhoheit ausüben.» Friedrich Engels, geschrieben im August 1857.
«Raubzüge außerhalb der eigenen Grenzen haben bei den Germanen gar nichts Anstößiges; sie erklären, dies sei ein Mittel, die jungen Leute zu üben und vor dem Faulenzen zu bewahren.» Julius Caesar, De bello gallico, 6. Buch.

Tags: Arbeit, Friedrich Engels, Julius Caesar, Krieg, Kulturevolution

Blitzlicht statt Blitzkrieg

KUNDUZ Nächtliches Panzerputzen war angesagt. Vom Defensiverfolg im Illner-Talk euphorisiert, eilte der Kriegsminister direkt aus dem ZDF-Studio zum nächsten Fototermin an den Kriegsschauplatz. Die Putztruppe ist übernächtigt. Hauptsache, der Krieg ist wieder sauber (dts). Good Morning, Afghanistan!

Tags: Afghanistankrieg, Karl-Theodor zu Guttenberg, Krieg

Deutsche Kriegsverbrechen gestern und heute

Entschädigung nach Landessitte, SS-Mann gesteht Tötungen - taz-Screenshot: … weiter »

Tags: Afghanistankrieg, Ethik, Krieg

CO2-neutrales Napalm

PATUXENT RIVER Ab 2013 will die US-Navy ihre Antiterror-Bomber mit Pflanzenöl betanken können. Somit ist dann auch das Anmischen von Öko-Napalm kein Problem mehr. Na endlich. Die us-energetische Wende; via frankfurter-rundschau.
By the way: Guantánamos Elektrozäune werden heute schon mit Windenergie gespeist.

Tags: CO2, Energiewirtschaft, Krieg, USA

Pill to kill - Teil 2

FORT HOOD Militärpsychiater Nilan Hasan war über seinen möglichen Kriegseinsatz aufgebracht. Aufgebracht genügt aber nicht, um mal eben mit dem M-16 in die eigenen Patienten zu tackern. Selbstmedikation?

Tags: Amok, Antidepressiva, Krieg, Neuropsychologie, Psyche

Regionales Wiederaufbauteam bestellt Terrorbomber

«Es handelt sich um einen Stabilisierungseinsatz, zugegeben um einen recht robusten Stabilisierungseinsatz.» Das ungesicherte Informationsbild des Herrn Jung; via ntv. Und das Sturmgeschütz liefert gleich die übliche Rechtfertigung.

Tags: Afghanistankrieg, Franz Josef Jung, Krieg

Menschliche Schutzschilda

«Sie durften tun, was sie wollten.» Nein lieber Herr Rößler, sie taten, was sie tun sollten. Krieg heißt immer Menschen verbrennen und zerstückeln. Was denn sonst?

Tags: Gaza, Hans-Christian Rößler, Krieg

Dreesch, ka ne se dasee kawum!*

Wir sind mit Einverständnis der Regierung dort und die ist dort mit unserem Einverständnis an der Regierung. Einverstanden oder doch zu holistisch?
* Paschtunisch für «Halt, oder ich schieße!»

Tags: Afghanistankrieg, Angela Merkel, Krieg

Jurist als Kriegsminister angenervt

«Sie wollen, dass wir von Krieg sprechen, dann sind sie Kombattanten und können berechtigterweise auf uns schießen», erklärt Herr Dr. jur. Jung im rbb.
Berechtigterweise? Droht jetzt ein juristisch symmetrischer Konflikt? Bloß gut, dass wir jemanden haben, der sich am Hindukusch richtig auskennt. Irgendwie.

Tags: Afghanistankrieg, Franz Josef Jung, Krieg

Doch kein Krieg in Afghanistan

Sechs Kilometer südwestlich von Kunduz wurden deutsche Truppen in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt. Obwohl die beteiligten Soldaten angeblich Luftunterstützung durch US-Kampfflugzeuge anforderten, handelt es sich keinesfalls um eine Kriegshandlung. Die drei getöteten Soldaten wurden Opfer eines Panzerfahrfehlers; via deutsche welle.

Tags: Afghanistankrieg, Bundeswehr, Krieg

Pill to kill

NASHVILLE Fort Campell muss wegen Suizid-Gefahr für drei Tage schließen; via dts/cnn. Statt Dynamitgürteln sollen die lebensmüden Truppen nun Psychotherapie bekommen. Unter Medikamenten siegten die SoldatInnen im Antiterror-Krieg erwartungsgemäß* nicht.
*Die Hersteller von Prozac und Zoloft warnen wegen erhöhter Selbstmordgefahr ausdrücklich vor der Verschreibung an Patienten unter 24 Jahren. Beipackzettel zu lesen, das wäre unsoldatisch.

Tags: Antidepressiva, Krieg, Neuropsychologie, Pharmamarketing, Psyche

Die Verteidigung der realexistierenden Plutokratie*

Kimme und Korn vertauscht? «An seiner großzügigen Privilegienwirtschaft sollte der Wohlfahrtsstaat tunlichst nicht rütteln», sabbert ein Stiefellecker in der FAZ. Die absurde Sentenz drängelt zur Nachjustierung der verspeichelten Sprach-Peristaltik: … weiter »

Tags: FAZ, Krieg, Rainer Hank, Sozioökonomie

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