DAVOS +++ Unsere geliebte und hochverehrte Mutter, die Führerin des neoliberalen Projekts Europa, Kanzlerin Angela Merkel, hat am 24.Januar 2013 auf dem World Economic Forum das Wort ergriffen. In gewohnt eloquenter Sprache und mit dem ihr eigenen ökonomischen Sachverstand hat sie den Kern der europäischen Misere herausdestilliert: «Europa hat heute noch etwa sieben Prozent der Weltbevölkerung. ( …) Gleichzeitig hat Europa annähernd 50 Prozent der Sozialausgaben der Welt.»
Im Sinne der planetaren Verteilungsgerechtigkeit müssen die Lebensbedingungen der globalen Nützlingspopulationen endlich angeglichen werden. Europas Anteil an den Weltsozialausgaben muss durch proaktive Reformen mit widerstandfähiger Dynamik auf ein faires Maß von sieben Prozent reduziert werden – damit wir auch morgen noch viel besser leben können.
Schlagwort-Archiv: Nützlingsbewirtschaftung
#Nützlingsbewirtschaftung: Hurra, Arbeitslosigkeit schrumpft!
+++ TÜBINGEN Frohe Kunde aus der Nützlingsbewirtschaftung: Nachdem durch kreative Statistikexgese zunächst die quantitative Arbeitslosigkeit zum Sinken gebracht werden konnte, wird sich das unschöne Phänomen langfristig offenbar auch qualitativ verkleinern: Arbeitslosigkeit und ein geringerer sozialer Status der Eltern haben einen signifikant negativen Einfluss auf die Körpergröße ihrer Kinder.
Arbeitnehmer verursachen Konjunktureinbruch
+++ Obwohl die deutsche Finanzwirtschaft Konsumentenkredite zu attraktivsten Konditionen vorhält, ist es den mangelhaften Fachkräften nicht begreiflich zu machen, dass ihre Arbeitseinkommen erst dann weiter wachsen werden, wenn sie endlich genug nachfragen. In der Konsequenz legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt bereits im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent zu.
Marktgerechterweise werden daher viele der undankbaren Konsumverweigerer im Frühjahr Arbeit und Kreditwürde wieder verlieren. Selber schuld.
#Arbeitsmarktökologie
+++ Übersteigt die Nützlingspopulation dauerhaft die Nützlingsnachfrage, verharrt der Nutzpreis so lange unter dem zur Reproduktion notwendigen Niveau, bis der Markt ein neues Gleichgewicht gefunden hat.
#ELENA ist tot … und Haider heißt jetzt Wixx
BERLIN +++ Herr Rösler und Frau VdL werden statt ELENA nun ein einfaches und unbürokratischeres Meldeverfahren aus der ELENA-Infrastruktur für die Sozialversicherung entwickeln lassen. Das heißt dann vermutlich GISELA.
Leistung muss sich wieder lohnen!
#10 Euro Mindestlohn? Das wären bei monatlich 20 achtstündigen Arbeitstagen satte 1.600 Euro Bruttoverdienst. Eine tolldreiste Forderung, der chefarztfrauliche:beobachter schließt sich also an.
Schulstress
BERLIN Zitat aus dem Attraktivitätsprogramm des Kriegsministeriums (financial-times-deutschland): «Angesichts der demografischen Entwicklung sowie der anstehenden strukturellen Anpassungen der Bundeswehr werden künftig verstärkt auch junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung beziehungsweise ohne Schulabschluss personalwerblich anzusprechen sein.»
Und weil selbst die Dümmsten in der Mehrheit noch lange nicht doof genug sind, um sich für irgendjemandes wirtschaftspolitische Interessen totschießen zu lassen, werden also Schulversager demnächst einfach zwangsrekrutiert. Hoffentlich hat die Sozial-Uschi bis dahin euer Bildungspaket fertig, Kinder.
Deutsche Nützlinge schlapp wie Gorch-Fock-Rekruten
Spiegel-Online: Der Arbeitsmarkt boomt, die Lohnabschlüsse üppig – aber die Motivation der Beschäftigten ist mies.
Unerklärlich, ein Rätsel, an den Arbeitsbedingungen kann es wohl nicht liegen.