Wer hat das irische Nein zum Lissabon-Vertrag finanziert, die CIA?

Eigentlich wollte ich heute nichts posten, aber dann, dann bin ich ins Duckhome getapst und las das hier: Das irische Nein oder ein Hauch von Dollars – Ein paar Klicks weiter findet sich dazu eine irische Stimme. In der Irish Times hat sich Colm Keena ausführlich Gedanken über die Finanzierung der sogenannten Libertas-Kampagne gemacht.

Um es kurz zu machen, starke Indizien sprechen dafür, dass die Anti-EU-Kampagne aus den Vereinigten Staaten finanziert wurde, um ein politisch handlungsfähiges Europa zu verhindern. Dass plötzlich so nette Zeitgenossen wie Abtreibungsgegner, Fundamental-Katholiken und IRA-Veteranen bürgerrechtsbewegt gegen die böse EU-Verschwörung rebellieren sollten, das kam mir schon im März etwas befremdlich vor.

Einheimische EU-Gegner sollten dringend mal überdenken, von wem sie sich instrumentalisieren lassen. So viel zur False-Flag-Politik, Sorry Leute.

5 Gedanken zu „Wer hat das irische Nein zum Lissabon-Vertrag finanziert, die CIA?

  1. Alexander Otto Beitragsautor

    @ Redlope,
    zunächst mal Danke für das Kompliment ob der Kürze :). Damit ich uns nicht die Zeit stehle, versuche ich diese beizubehalten (was für eine elaborierte Formulierung, shit).

    „Teile und Herrsche!“, das praktizieren die USA höchst erfolgreich in Europa:
    – mit bilateralen Vereinbarungen a la Raketenschild
    – mit Druck zur inflationären EU-Erweiterung
    – der seltsame Georgien-Krieg versaut das Verhältnis zu Russland.
    – Kaczynski-Polen übt sich in dumpfen antideutschen Ressentiments.
    – Ich warte gespannt auf die ersten deutschfranzösischen Irritationen (wegen was auch immer)

    Ich teile eure Kritik an der derzeitigen EU-Politik. Die lässt sich aber nur durch den Ausbau der demokratischen Partizipationsmöglichkeiten beeinflussen. Und da ist der Lissabon-Vertrag das fortschrittlichste, was als Vertrag bisher auf der Tagesordnung stand: Er stärkt die Bürgerrechte und er stärkt die Demokratie in Europa. Nicht nur die Rechte des Europäischen Parlaments, sondern besonders die Rechte der Bürger, durch neue Klagemöglichkeiten.

    Klar, das ist noch unbefriedigend. Aber jedes Stück Mitbestimmung ermöglicht den nächsten Schritt. Das ist ein Prozess. Das Ziel ist es ja, irgendwann zu einem Bundesstaat mit unmittelbar gewählter Regierung zu kommen. Ich wüßte keine Alternative.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.