Klimakterische Homöopathie-Scharia bei der Arbeit

wäre erfreutNeues aus der hermetischen Hermeneutik-Garage: Die Arzneimittel- zulassungsbehörde verweigert einem homöopathischen „Medikament“ gegen Wechseljahrbeschwerden die nachträgliche Marktzulassung. Da freut sich die Skeptikerin – bis sie die Begründung liest.

„In der homöopathischen Literatur würden die beiden Inhalts(?)-Stoffe Sepia officinalis und Lachesis muta als unvereinbar gelten (sic)“. Solche Feinstofflichkeiten müssten sich in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) befand derartige Präparate daher – der HoHö-Scharia gemäß – als unhomöopathisch und somit für nicht medikamentenwürdig.

Das ließen sich die Herstellerfirmen natürlich nicht bieten – schließlich verkaufen die das Zeug schon seit 1959. Sie zogen also vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht Berlin- Brandenburg folgte der Argumentation der BfArM. Es kam zur Revision vor dem Bundes- verwaltungsgericht Leipzig.

Dessen Richter fordern jetzt „wissenschaftliches Erkenntnismaterial“ aus Anwendungs- beobachtungen. Regelgerechte wissenschaftliche Studien seinen aber nicht zumutbar, da es sich bei der Homöopathie ja um eine Art empirische Medizin handle. Mit der Wiederzulassung muss wohl gerechnet werden. (Quelle: dpa)

Frau möchte ihre Trauer und Enttäuschung über all diese ungeheueren Vorgänge angemessen dokumentieren. Vielleicht schlägt sie heute ein Kind oder zwei oder zündet einen Müllcontainer an oder beides oder umgekehrt oder auch nicht. Es gibt nämlich kein Richtiges im Falschen.

[Bildnachweis: Wikimedia Commons; public domain]

12 Gedanken zu „Klimakterische Homöopathie-Scharia bei der Arbeit

  1. Elphaba

    Chemische Arzneien??

    Haben Sie eine Ahnung, wieviel Chemie in Natur drin ist?

    Und ja es sei jedem gestattet, der für sich selbst und nicht für Kinder mit entscheidet!

  2. Matthias

    Liebe Elphaba,
    es tut mir leid, wenn bei Ihnen eine homöopatische Behandlung schlecht angeschlagen hat – aber es ist objektiv kein Kriterium. Bei chemischen Arzneien sterben tausende, ohne daß man deswegen sagt, sie seien unwirksam.
    Meine Frage war auch eher, ob man selbst einmal damit therapiert hat, weil ich praktische Erfahrungen über theoretische Erwägungen stelle.
    Die Kasuistiken findet man überall – z.B. Voegeli, Heilkunst in neuer Sicht, bei Eichelberger, in der Monatszeitschrift Naturheilkunde vom Pflaum Verlag und vielen anderen. Die Anamnese, Therapie und die Ergebnisse werden fast akribisch beschrieben.
    Dann – die ojektiv verifizierbare Wirkung auf Pflanzen – ich meinte nicht von Pflanzen, sondern die Versuche bei der Weleda, wo im Gießwasser von Pflanzen Homöopathika drin waren. Und wo die verschiedenen Potenzen eine eindeutig reproduzierbare Wachstumskurve wiedergaben.
    Homöopathie wirkt übrigens nicht durch Verdünnung, sondern, daß durch den Schüttelvorgang dem Trägermaterial eine Struktur aufgeprägt wird, die im Sinne einer Software der Hardware, dem Körper, entsprechende Direktiven gibt.
    Im Buch „Spagyrik“ von Heinz sind z.B. Photos von auskristallisierten Texturen, wo eine Pflanze in Urtinktur, D4, D12 und D30 dargestellt ist. Auch bei der D30 – die bekanntlich kein Atom der Urtinktur mehr enthält – läßt die Struktur, die bei jedem Mittel verschieden ist, auf die Ursprungstinktur schließen. Es ist also eindeutig eine Veränderung.
    In dem Buch: Welt im Tropfen (www.weltimtropfen.com) von dem hoffentlich spinnerunbelasteten Institut für Statik und Dynamik in der Luft- und Raumfahrtkonstruktion Stuttgart sind Photoreihen, welche auch den Einfluß von Homöopathika auf Wasser demonstrieren – es gibt im Grunde überhaupt keinen wissenschaftlichen Zweifel mehr, daß durch Homöopathika das Trägermaterial verändert wird.
    Zur Arnica bei Operationen muß ich gerade den Beweis schuldig bleiben – ich weiß nicht, wo der in meinen Büchern drinstand. Googeln Sie einfach mal bei Arnica+Operation
    Für mich schließe ich diese Diskussion dann – es macht einfach wenig Sinn, wenn sich zwei mehr oder weniger festgefahrene Meinungen gegenüberstehen. Behandeln Sie sich mit Schulmedizin und ich mich anders – es sei jedem gestattet.

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