Projektive Identifikation via Welt-online

Foto: PixelQuelle.de/ M. BeßlerGerüchte, üble Nachrede und professionell organisierte Desinformation, verortet Ulrich Clauß – ausgerechnet für Springers Welt – im Internet. Es handele sich um eine Kampagnenmaschine und Desinformationsquelle. Ulrichs Hilfeschrei darf nicht unerhört bleiben:

Die wirren Einlassungen des Patienten müssen in der Sache nicht vollumfänglich kommentiert werden. Argumentative Details sind für den psychoanalytischen Befund irrelevant. In toto allerdings ist der Text symptomatisch für eine projektive Identifikation. Dabei handelt es sich um einen Abwehrmechanismus, bei dem Teile des Selbst abgespalten und auf andere Personen oder Objekte projiziert werden [1].

In der therapeutischen Praxis ist das Phänomen als Ausdruck einer Borderline- Persönlichkeitsstörung zu deuten [2].

Da die Patienten ihre Tendenzen zur projektiven Identifikation besonders bei den Therapeuten einsetzen, bleiben Gesprächstherapien in der Regel erfolglos. Im besprochenen Fall böten gewiss nur chemische, elektrostimulative oder gar operative Interventionsformen eine Aussicht auf Linderung des Leidens.

Der Gefahr präventiv begegnen zu können, setzt voraus, psychiatrische Ansätze in die Analyse kommunikativer Prozesse einzubeziehen.

[1: nach Melanie Klein]
[2: nach Otto Kernberg]
[Bildnachweis: @ www.Pixelio.de/M. Beßler]

2 Gedanken zu „Projektive Identifikation via Welt-online

  1. carlo

    Zitat: „Das Netz bringt vielen neue Freiheiten, und die Schleusenwärter der analogen Medienwelt waren sicher nicht unfehlbar, aber es wird Zeit, dass der rasanten Dynamik des Internets eine entsprechende Ethik der Informationsgesellschaft folgt.“ (Ulrich Klauß)
    Was der Herr Klauß wohl unter „entsprechende(r) Ethik der Informationsgesellschaft“ versteht? Zensur und Schäuble 2.0? Vielleicht irre ich mich ja auch, und er hat lediglich sensorisch motorische Störungen im Umgang mit handelsüblichen PC-Tastaturen. Vielleicht wurde ihm ja auch im Zuge von Sparmaßnahmen die Sekretärin gekündigt.

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