Wie generiert man eine steigende Binnennachfrage, ohne dass die Deutschen einen Euro mehr in der Tasche hätten? Na klar, durch gezielte Werbung und längere Ladenöffnungs- zeiten.
[Idiokratie – die Doko-Soap]
Wie generiert man eine steigende Binnennachfrage, ohne dass die Deutschen einen Euro mehr in der Tasche hätten? Na klar, durch gezielte Werbung und längere Ladenöffnungs- zeiten.
[Idiokratie – die Doko-Soap]
Nunja, einerseits eine gute Beobachtung. Im Großen und Ganzen stimmt das. Andererseits lässt sich durch „gezielte Werbung und längere Ladenöffnungszeiten“ eventuell erreichen, dass ein höherer Anteil des (ansonsten gleichen) Finanzbudgets im Einzelhandel landet, statt beispielsweise gespart zu werden oder seinen Weg – zum Beispiel – in die Finanzierung eines Eigenheimes zu finden…
Und klar, wesentlich erfolgversprechender wäre eine von wachsenden Nettoeinkommen gespeiste wachsende Binnennachfrage. Insofern sind die Vorschläge von Bersten natürlich seltsam engstirnig. Wobei man ihn ein Stück weit in Schutz nehmen kann, weil er ja auch „sinkende Steuerbelastung“ der Verbraucher gefordert hat, mithin ein höheres verfügbares Einkommen.
Dass er aber tatsächlich mehr Werbung fordert, ist ein Knaller und seine Idee mit den Ladenöffnungszeiten ist eher weltfremd und „massiv unterkomplex“ (=doof) zu nennen als die Idee eines kompetenten Volkswirtschaftlers.