Archiv der Kategorie: freier:markt

#Konsistente Idiokratie LXIX (Merkeltantilismus)

ROM +++ Regierungswechsel, aber die Märkte reagieren nicht. Womöglich strafen die Anleger das europaweite Antikonjunkturprogramm und nicht die politische Personalie?
Abstruse Idee – schließlich verheißen nur schrumpfende Volkswirtschaften explodierende Umsätze und Gewinne bei wachsender Bonität der öffentlichen Haushalte.

[Idiokratie – die Doko-Soap]

#Konsistente Idiokratie LXVII (Organon der Hebelhomöopathie)

BRÜSSEL +++ Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, im Speziellen Europa am Genie des Samuel Hahnemann. Nun wird Gleiches nach dem Simile-Prinzip mit hochpotenziert Gleichem kuriert: Die Symptomatik der Derivatenkrise – deriviert mit Derivaten.
Die antimaterielle Stofflichkeit des halluziniert fehlenden Geldes wird durch die Prozeduren des Potenzierungsverfahrens der European-Financial-Stability-Facility als hebelige Lösung in die energetischen Muster des fluiden Weltgeistes projiziert. Die Krise ist somit ins Spirituelle transzendiert. Den Rest erledigen die Anthroposophen.
Nach der Verordnung einer homöopathischen Arznei kann es zu einer sogenannten Erstverschlechterung der Ratings kommen. Eine solche Heilreaktion ist individuell verschieden und grundsätzlich zu begrüßen.

[Idiokratie – die Doko-Soap]

Masters of the Universe

ZÜRICH +++ Forscher der ETH haben die Weltwirtschaft systemtheoretisch unter die Lupe genommen. Fazit: 147 Konzerne besitzen die Macht über den globalen Kapitalismus →

Die 19 mächtigsten Firmen
Rang Firma
1 Barclays Plc
2 Capital Group Companies Inc.
3 FMR Corporation
4 AXA
5 State Street Corporation
6 J.P: Morgan Chase & Co.
7 Legal & General Group
8 Vanguard Group
9 UBS AG
10 Merrill Lynch & Co.
11 Wellington Management
12 Deutsche Bank AG
13 Franklin Resources Inc.
14 Credit Suisse Group
15 Walton Enterprises LLC
16 Bank of New York Mellon Corp.
17 Natixis
18 Goldman Sachs Group Inc.
19 T Rowe Price Group Inc.

Konsistente Idiokratie LXVI (mental deficit spending)

+++ Griechen-, Schulden-, Eurokrise? Nö, Banken machen ganz einfach Verluste, weil die Preise an den Aktien-, den Rohstoff- und den spekulativ aufgeblähten Währungsmärkten mal wieder in den Keller gegangen sind. Sonst nix, aber wer erklärt es dem Politbüro – Asmussen & Ackermann? Eben.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

#Occupy Deutsche Bank, aber schnell!

FRANKFURT +++ Analysten gehen davon aus, dass die Ratingagentur Fitch auch die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank alsbald herabstuft; via tagesschau.de
Damit das systemrelevanteste aller Kreditinstitute uns durch steigende Refinanzierungskosten nicht mit in den Orkus reißt, empfiehlt sich daher die unverzügliche Zwangsrekapitalisierung (Euphemismus für Verstaatlichung) – aber selbstverständlich entschädigungslos.

#Weltfinalfinanz: die neuen Raubtiersozialisten

+++ Der Schweizer Tagesanzeiger quält sein bürgerliches Publikum weiter: «Vermeintliche Freunde des Kapitalismus, Liberale und Konservative, wollen mit Sparen und Steuersenken der Liquiditätsfalle entrinnen. Das kann unmöglich zum Erfolg führen. Wie soll bei fallenden Löhnen und steigender Arbeitslosigkeit Nachfrage entstehen?»
By the way: Gold ist out. Die Paranoidavantgarde empfiehlt jetzt Konservendosen (Bohnen, Rindfleisch).

Arbeitnehmer verursachen Konjunktureinbruch

+++ Obwohl die deutsche Finanzwirtschaft Konsumentenkredite zu attraktivsten Konditionen vorhält, ist es den mangelhaften Fachkräften nicht begreiflich zu machen, dass ihre Arbeitseinkommen erst dann weiter wachsen werden, wenn sie endlich genug nachfragen. In der Konsequenz legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt bereits im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent zu.
Marktgerechterweise werden daher viele der undankbaren Konsumverweigerer im Frühjahr Arbeit und Kreditwürde wieder verlieren. Selber schuld.