Archiv der Kategorie: hexen:jagd

#Gauck/#Larve

+++ Wenn ihr euch noch fragt, aus welchem Amalgam dereinst das publizistische Geschoss gegossen sein könnte, mit dem sich der neoliberale Stasi-Christen-Dämon und Bundespräsident von Springers Gnaden Joachim Gauck ins Ehrensold-Walhalla befördern ließe, hier ein tauglicher Vorschlag: Pastor Gauck erklärte, das Gespräch mit Stasi-Hauptmann Terpe habe ihn angenehm überrascht, es habe ihm viel gegeben. Er glaube, «dass das MfS einen echten positiven Beitrag zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft einbringen wird.»
Wen wundert es, dass sich Pastorentochter Angela bei dieser BuPrä-Nominierung bis zuletzt heftig zierte. Sollte IM-Larve jemals schlüpfen, ein Schmetterling käme da nicht ans Licht. Das ist mal sicher.

#Euro-Krise als Chance: Deutscher Ausbeutungsmaschinenbau wird Exportschlager

+++ Während der makroökonomisch informiertere Teil der europäischen Nützlingspopulation noch über Frau Merkels Motive rätselt, forciert die eiserne Kanzlerin das neoliberale Projekt europaweit.

Die Umdeutung der privaten Finanz- zur öffentlichen Staatschuldenkrise transzendiert das Geschehen aus den Niederungen profaner Ökonomie in die höchsten Sphären des Politischen. Dort lässt sich dank der ruhigen Hand der freien Märkte die Transformation der europäischen Gesellschaften in effiziente Leistungsschutzressorts durch produktives Nichtstun realisieren:

Die Zinsschraube dreht sich von alleine – und schon zwingt die bloße Verweigerung von aktiver Zentralbankpolitik die ersten Länder der Euro-Zone unter die Aufsicht von Goldmann-Sachs-Expertenregierungen. Regime, die sodann die sozialistischen Staatenartefakte fachgerecht per probzyklischer Austerität demontieren. Die quartalsweise Auszahlung von Geldern aus den diversen „Rettungs-Fonds“ ist erfolgsabhängig und sorgt für die nötige Haushaltsdisziplin.

Am Ende dieses Prozesses steht eine zur privaten Profitmaximierungsmaschine integrierte EU. Dann gibt’s vielleicht sogar Eurobonds und frisches EZB-Geld, aber nur um die demnächst notwendigen Ressourcenkriege zu finanzieren. Madame No denkt eben von hinten.

By the way: Die weitverbreitete Vermutung, dass Angela Merkel deppert sei, geht von der irrtümlichen Annahme aus, ihre Motive seinen die selben wie die ihrer Kritiker. Doch ihr geht es eben nicht um das Wohlergehen möglichst vieler Mitbürger, sondern um die totale Befreiung, die Herrschaft der Starken. Der Staat schützt das Privateigentum gegen Plebs und Elendsflüchtlinge – noch mehr Solidarität wäre wettbewerbsfeindlich, geradezu konter-evolutionär.

Aufmerksamkeitswettbewerb

BERLIN +++ Bei der sanften Psychiatrisierung seines politischen Mentors beweist der niedliche Doktor Rösler das erwartete menschliche und politische Format. Bravo. Doch die Qualitäten der letztgültigen Leitlinienkompetenzinhaberin geraten derweil unangemessen weit aus dem Wahrnehmungsfokus der bürgerlichen Erregungsgemeinschaft. Bedauerlich. So ist der freie Markt.

friendly fire

BERLIN Axel-Springer-Haus +++ Da ist aber jemand vergrätzt, Frau Merkel: Diese Regierung könnte zur größten Enttäuschung für die bürgerliche Welt seit dem Zweiten Weltkrieg werden. ( …) Diese zehn Versprechen hat die Regierung gebrochen. ( …) Und überhaupt, Schwarz-Gelb fehlen bürgerliche Umgangsformen.
Zuspruch gibt’s jetzt nur noch via Telepolis: Allein unter Schurken …

Yes we spam

#Obama im Mail-Interview: «Meine Freundschaft mit Kanzlerin Merkel gründet auf meinem hohen Respekt und meiner Bewunderung für ihre Führungsqualitäten und auf der Erfahrung, dass ich ihr vertrauen kann.»
Freundschaft, Respekt, Bewunderung, Führungsqualitäten, Erfahrung und Vertrauen. Scheiße, wie verzweifelt müssen die sein.