Archiv der Kategorie: para:klerikal

Konsistente Idiokratie LXXI: (#Trittins schwäbelndes Zentralbankbekenntnis)

+++  «Deswegen sollte die EZB eine Rückzahlung zu den Summen akzeptieren, für die sie die Anleihen erworben hat. So wäre eine Entlastung Griechenlands von zehn Milliarden Euro möglich, ohne die Steuerzahler zu belasten», erklärt Herr Trittin den Mitgläubigen; via Rheinischer Post.
Wie allerdings eine vollständige Vergebung der griechischen Staatssünden durch die Europäische Zentralkirche den Kirchensteuerzahler überhaupt belasten könnte, mag uns Messdienerhilfsanwärter Jürgen nicht sagen. Allein die Frage wäre häretisch und die Antwort unaussprechlich: gar nicht.
Da wird er doch lieber das Inflationsgespenst beschwören, wenn ein paar hundert Milliarden virtuelle Euros annihiliert werden – und sich so endlich seine topaktuelle Spezialexpertenhornbrille verdienen.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

Konsistente Idiokratie LXIV (Verstetigung nach Papstbesuch)

BERLIN +++ Der Mediziner #Rösler glaubt nicht nur an jungfräuliche Geburten nach unbefleckter Empfängnis, als Bundeswirtschaftsminister glaubt er selbstverständlich auch an verstetigt starkes Wirtschaftswachstum nach Papstbesuchen.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

Ratzinger statt Ackermann?

+++ Ruft der heilige Norbert jetzt zur Reconquista in der CDU? «Die Trinität, die in der neoliberalen Wirtschaftsreligion verehrt wird, heißt: Kostensenkung, Privatisierung, Deregulierung. Den Götterdienst um diese drei hat die CDU mitgefeiert.»
Nö. Er hofft bloß, «dass meine gute alte CDU sich ihrer besten Erbstücke besinnt.» Schade, die Hoffnung stirbt also nicht mal vor Norbert Blüm.

#Obama will Reich Gottes aufschieben

WASHINGTON +++ US-Präsident Obama bittet um Aufschub des Weltuntergangs. Ein unglaublicher Vorgang: Für immerhin 79 Prozent seiner Landsleute ist die Bibel schließlich kein Märchenbuch – und eine willkürliche Prokrastination der Apokalypse würde den Beginn des Himmelreichs völlig unnötig verzögern. 2.000 Jahre Wartezeit waren wirklich lange genung. Offenbarungseid jetzt!

#Fukushimahibakushaharakiri

Das Zen einen Super-GAU unter Plastikplanen zu verbergen und seine Opfer aus der Gesellschaft zu entfernen.
In der Shintō-Ethik ergibt sich die moraline Qualität einer Handlung aus der Gesamtheit ihres Kontextes. Schlechte Handlungen sind allgemein lediglich jene, welche die gegebene Harmonie beschädigen oder gar zerstören.
Das sichtbare Entwickeln einer Strahlenkrankheit etwa ist eine ganz besonders ächtenswerte Dissonanz. Nicht nur das ästhetische Versagen, auch der immanente Verweis auf die Demütigung des sonnengottregierten Nippon sind unverzeihlich.
Zudem legt der shintō-buddhistische Synkretismus ein Selbstverschulden der neuen Hibakusha zwingend nahe. Ihre  radioaktive Aura  ist die Konsequenz sündhafter Vorleben.

[Noch mehr fernöstliche Weisheit?]