Archiv der Kategorie: pr:opaganda

#Wikileaks #Assange: Heiße Schwedenmädels?

Berichten die europäischen Qualitätsmedien dieser Tage über Julian Assange, kommen sie spätesten im zweiten Satz nicht mehr ohne den Zusatz ‚des wegen Vergewaltigung per Haftbefehl gesuchten’ aus.
Obwohl die feinen Herrschaften bei dererlei Anschuldigungen gegen einen Prominenten (etwa den Herrn Kachelmann) sonst in jedem er- und unerdenklichen Loch nach publizistischen Spermaspuren kratzen, blieb der Vorwurf gegen den Australier bisher einfach unkommentiert. Sogar der bigotte Spiegel schweigt. Dabei ist die Grundlage des Vergewaltigungsvorwurfs nach hiesiger Rechtssitte eher ungewöhnlich:
In Schweden kann nämlich einvernehmlicher Sex ohne Kondom von der Staatsanwaltschaft durchaus als Vergewaltigung gewertet werden. Hä, über dererlei Delikatessen berichten deutsche Medien nicht mehr? Ach so, na klar, selbstverständlich um die Reputation des Beschuldigten zu schützen.
Nur die rüden Aussies sind da nicht so zimperlich – allerdings sorgt sich die heraldsun mehr um den Ruf des schwedischen Rechtssystems: Sweden’s reputation is on trial in Julian Assange case.

#S21 Naiver Biederschwabenaufstand erfolgreich zerschlichtet

STUTTGART 21 Als wenn der altgediente CDU-Stratege Geißler seinen Unions-Genossen Mappus aufs Abstellgleis rollen würde? Das genaue Gegenteil ist der Fall. Das Verfahren sollte dem Pfeffersprüher bloß den Anschein der Bürgerlichkeit zurückgeben. Und nächstes Jahr gibt’s dann Schwarz-Rot in Ba-Wü und es kann unter dem Label ‚S21 plus‚ ganz schlicht fertig gebaut werden – nur halt noch teurer.
Frei nach Albrecht Müller: Keine Verhandlungen mit Terroristen.

Ein schönes Kompliment aus dem Hause Springer

welt-online warnt vor grüner Gefahr: Die Grünen entwickeln sich zur Enteignungspartei. Die Vorstellungen zur Bürgerversicherung sind ein Anschlag auf die Mitte der Gesellschaft.
Möglicherweise hat ausgerechnet diese ominöse ‚Mitte der Gesellschaft‘ die Privatisierung ihrer Steuern durch Energiekonzerne, Banken, Hoteliers und Pharmaindustrie satt – warum sie dann aber bloß die Grünen wählen sollten?

Wachstumsschäden

BERLIN (dts) Die Deutschen sehen die wirtschaftliche Situation so positiv wie lange nicht – mehrheitlich aber nicht ihre eigene (71 Prozent).
Wesentliches Kennzeichen der dissoziativen Störung ist eine vollständig oder teilweise verlorengegangene Integration von Denken, Wahrnehmung, Gedächtnis und Identitäts- bewusstsein.