Archiv der Kategorie: medio:kren

Skandal digital

[Update¹] Erwischt: Erst Tage nach seinem Interview geriet Horst Köhler in die Kritik – Blogger hatten die umstrittenen Äußerungen des Bundespräsidenten bereits vorher aufgegriffen.
Zur Entschuldigung: Die Verlagsnützlinge hatten dieser Tage minütlich Agenturmeldungen zur oszillierenden Hornissen-Position in Sachen Finanztransaktionssteuer abzucopy/pasten. Da blieb halt wenig Zeit; via carta.

Cicero ad sinistram

«Die leicht verschwörungstheoretische Version geht so: Der Gazprom-Lobbyist und ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder und der sich links positionierende (aber Champagner trinkende und in einer pompösen Villa lebende) Publizist Frank A. Meyer, seien sich einig gewesen, das aus Cicero ein linkes Kursbuch werden soll.» – Also wurde Michael Naumann auf den chefredaktionellen Schild gehoben. Wow! Revolution …

Qualitäts-Muffen

«Systemtheoretisch gesprochen, verstehen sich die Hüter eines “qualitätsjournalistischen Grals” als mächtige Kommunikatoren, die Rohinformationen einer Filterung unterziehen und ein Surrogat als Einweg-Kommunikation zur Rezeption bereitstellen …» Für die Liebhaber elaborierter Sinn-Codierung das Must-Read des Tages: Jan Krone; via carta.

Helden müssen fallen

… und den Harlekin, den frisst das Krokodil: «Westerwelle hat nicht das Format des tragischen Helden, das ist richtig. Er ist eher Teil einer Bauernkomödie. Er schafft es nicht, aus der Harlekinrolle herauszukommen. Ein Harlekin kann nicht Außenminister bleiben, sondern allenfalls FDP-Vorsitzender.» PR-Stratege Klaus Kocks; via rheinischem-merkur.
[Was heißt Glaubwürdigkeit? Authentizität ist nur der Anschein ihrer selbst.]