Archiv der Kategorie: subventionskapitalismus

Neulich, kurz vor der europaweiten Renaissance der Guillotine?

ZÜRICH (dts) UBS-Chef Grübel fordert Reformen der Sozialsysteme, denn – jetzt kommt’s – die Verluste und die Schulden, die durch die Banken entstanden seien, wären ja nichts im Verhältnis zu den Schulden, welche die Sozialsysteme generiert hätten. Garniervorschlag.

Rätselhaftes Leistungsschutzgeldbegehren

Herr Hombach, die WAZ-Gruppe muss ihren Content gar nicht gratis ins Netz stellen oder ihn überhaupt von Suchmaschinen finden lassen. Die Teilnahme an der Gratiskultur- veranstaltung ‚Internet’ ist nämlich Ihre (!) eigenverantwortliche Entscheidung. Was wollen Sie also herbeischwadronieren? Eine staatlich erhobene Qualitätsmüllgebühr wollen Sie. Dafür werden Sie und Ihre Kollegen auch ungarisch inspiriertes Presserecht akzeptieren. Wetten?

#Euro: Merkel automatisiert permanente Krise

Hilfe wird gewährt, wenn die Einheitswährung irgendwie gefährdet scheint. Die Unterstützung für mögliche Pleitestaaten wird an strengste Auflagen geknüpft und sogar nichtsystemrelevante Gläubiger könnten in angemessener Höhe beteiligt werden.
Ja, das wird für Ruhe sorgen. Das lässt wirklich keinen Raum mehr für Spekulationen. Bravo, Frau Murkel.

Wir wär’s denn mit Austerität zu Lasten der Parasitenkaste?

NEW YORK Ein Sparprogramm, dass die Effizienz steigert, das Wachstum fördert, die Umwelt verbessert und Arbeiternehmern und der Mittelschicht zugute kommt? So was sei durchaus möglich, erklärt der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz. Es gibt aber ein Problem:
«Ein solches Programm hätte keine Vorteile für die Leute an der Spitze, Unternehmen oder andere spezielle Interessengruppen, die mittlerweile die amerikanische Politik dominieren. Die zwingende Logik eines so vernünftigen Vorschlags ist genau der Grund, warum die Chancen gering stehen, dass er je angenommen würde.»
[Lesebefehl]
Tscha, und warum sollte das in Europa anders sein? Hier fallen die Äpfel doch auch immer noch auf den Boden? Vielleicht sollten sich die deutschen Leitmedien zur Abwechslung mal mit Tatsachen auseinandersetzen, statt einfach nur unausgegorene Scheiße zu verbreiten.
… aber vermutlich mangelt es dazu schon länger an der nötigen intellektuellen Kontinenz. Piss off.

#ENBW: Christdemokratische Verstaatlichung

KARLSRUHE Die Baden-Württemberger bezahlen 4,67 Milliarden Euro für den ENBW-Rückkauf, laut Pfeffersprayer Mappus werden die neuen Hauptaktionäre aber keinen Einfluss aufs Geschäft nehmen – also etwa auf den Strompreis oder (Die Götter mögen uns bewahren!!!) auf die Laufzeiten der konzerneigenen AKWs. Niemals nicht.

#zu Guttenberg: Ja haben wir denn schon Weihnachten?

BERLIN Während das Parlament den jüngsten Kälteeinbruch am Freitag noch mal für eine zünftige Sozialschneeballschlacht nutzte, praktizierte unser christlicher Kriegsminister bereits wärmste vorweihnachtliche Nächstenliebe:
Der chronisch klamme Tötungsgerätehersteller EADS erhält ein ‚bedingt rückzahlbares’ (Was ist das?) Darlehen über 500 Millionen Euro, die Bundeswehr verzichtet auf sieben A400M und Ausrüstung im Wert von 667 Millionen Euro (ohne jede Gegenleistung) und auch eine fällige Vertragsstrafe wegen Lieferverzögerung in Höhe von 390 Millionen Euro wird EADS erlassen – eine Nikolausstiefelfüllung im Gesamtwert von 1.557 Milliarden Euro.
Jetzt wissen wir, warum der Mann so beliebt ist.