Archiv der Kategorie: blog:wars

#Konsistente Idiokratie LXXV (Rhetorisches Giftgasblasengeblubber)

+++ US-Außenminister Kerry erklärt, es werde keinen Angriff auf Syrien geben, wenn Assad innerhalb einer Woche alle Chemiewaffen übergebe und der russische Außenminister Lawrow fordert die syrische Regierung auf, die Chemiewaffen des Landes unter internationale Kontrolle zu stellen. Der syrische Außenminister Walid al-Mualem begrüßt den Vorschlag. Das US-Außenministeriums erklärt sein Ultimatum zur rhetorischen Bemerkung. Ach so.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

Bild-Zeitung jetzt Sprachrohr der Talibane?

Reporter Reichelt spricht mit Hekmatyar-Sprecher Haroon Zarghoon über die afghanische Kriegslage. Ohne das Religions- und Kriegergequatsche entbehren dessen Aussagen und sein Lösungsvorschlag nicht einer gewissen Logik. Damit’s die Bild-Leser aber nicht so doll merken, wird deren Testosteronproduktion schon in der Titelzeile auf Limit-up reguliert: Deutsche Soldaten sind keine guten Kämpfer.
(Ein schönes Kompliment, da haben wir lange für gebraucht. Danke, Haroon.)

Konsistente Idiokratie XLIV (Partnerlosigkeit)

AFGHANISTAN Erinnert ihr euch noch an die grenzdebile Emphase, mit der das sogenannte ‚Partnering’ zur alternativlosen Endsiegstrategie verklärt wurde? Tja, zum letzten Date sind die Partner jedenfalls lieber nicht mehr erschienen.
Ob unsere Powerpoint-Strategen wirklich geglaubt haben, irgendein einigermaßen normal- begabter Afghane würde sich ausgerechnet für sie, bei 80 US-Dollar Monatslohn, mit den Talibanen schießen? Vermutlich ja.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

One, two, three, what are we fighting for?

KABUL (dts) Nach Schätzungen der Vereinten Nationen erwirtschaftet der Geschäftsbereich Korruption in Afghanistan jährlich 2,5 Milliarden Dollar. Um diese zarte Blüte einheimischer Wertsschöpfung nicht zu gefährden, hat der afghanische Präsident Hamid Karzai daher eine Anordnung erlassen, die internationale Wichtigtuer von wichtigen Ermittlungen beim Kampf gegen die Korruption ausschließen soll.
Insider berichten, dass die UN-Ermittler demnächst mit neuen Aufgaben in Mitteleuropa betraut werden. Das ‚Politische Berlin’ übt sich derweil in demonstrativer Gelassenheit.