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Unglaublich! Krieg wird ja geführt, um zu kriegen.

Derart banale Erkenntnis schwemmte unlängst aus dem bundespräsidialen Hippocampus auf, wurde sodann durch den braven feynsinn abgefischt und bis ins trivial– und qualitäts?mediale Bewusstsein gespült. Das Entsetzen ist jetzt groß, denn deutsche Panzer attackieren bereits den US-Rüstungsmarkt.
Nach Überschreiten der Amortisationsgrenze dürfte sich die Gefechtslage aber schnell entspannen. Für den Sieg gibt es nämlich keinen Ersatz.

Opiumkriegsähnliche Verhältnisse am Hindukusch II

KABUL Unter NATO-Protektion liefert Afghanistan über 90 Prozent der Weltopiumproduktion (Grafik). Hauptabnehmer und Leidtragende der Exporte sind Russland und China. Da die Alliierten bewusst keine Abhilfe schaffen, tut dies nun ein geheimnisvoller Pilz. Laut UNODC hat der Schädling bereits die Hälfte der Schlafmohnernte vernichtet.
Und wer spendiert den Warlords demnächst ein paar Tonnen Pflanzenschutzmittel? Doch nicht der Dirk, niemals nicht.

Opiumkriegsähnliche Verhältnisse am Hindukusch I

Womöglich ein wesentlicher Aspekt des Afghanistankriegs: Während Mohnanbau zur Drogenproduktion unter den Taliban noch todesstrafbar war, konnte die Karzai-Regierung mit Duldung der NATO-Alliierten zum unangefochtenen Opiumexportweltmeister aufsteigen. Hauptabnehmer und Leidtragende der afghanischen Ausfuhren sind Russland und China. Warum auch nicht? «Drogen sind offenbar zur Giftwaffe in der globalen Auseinandersetzung mit den aufstrebenden Staaten des Ostens geworden.»

Armee & Demokratie: Verraten und nach Afghanistan verkauft

Herzzerreißende Betroffenheitsvisagen stellen unsere Politikdarsteller jetzt zur Schau. Man sorgt sich schon, welche Art Prodepressiva Frau Merkel und Herr zu Guttenberg für solche Auftritte jetzt täglich schlucken müssen.
Aber Emotional-Doping ist gar nicht nötig: Die sogenannte politische Klasse glaubte offenbar tatsächlich bis zuletzt und als letzte an die eigene Propaganda. Jetzt ist der Schrecken groß.
Überflüssig die Frage, ob diese Leute auch an die demokratische Legitimation ihres Krieges glauben. Wir konnten sie ja nicht abwählen. So what?
Tja, und daher müssen die Deutschen nun auch endlich mehr Anteilnahme und Solidarität mit der Truppe zeigen. – So viel feige und hinterhältige Anteilnahme wie die Regierungen, die unsere Soldaten seit 2001 gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit und ohne angemessene Bewaffnung in ein sinnloses Debakel schicken? Was für eine widerliche Bigotterie.