Opel-Coping

Der Auto-Fetisch ist multimoribund. Der Abschied wird teuer, muss aber nicht den Rest- verstand kosten. Die fünf Phasen der Krankheitsbewältigung:

  1. Phase: Schock/Verleugnung Es kommt zu unrealistischen Verhaltensweisen: Glauben an Fehldiagnose bis hin zur Verzögerung oder sogar Verweigerung der Behandlung.
    (Diese Phase wurde heute abgeschlossen.)

  2. Phase: Aggression „Warum gerade ich?“ Der Patient ist wütend, gekränkt und enttäuscht über die Katastrophe. Er hadert mit den Göttern und der Restwelt. Die Betroffenen zeigen sich ungeduldig, gereizt, ungerecht und uneinsichtig.
    (Wie jetzt anschaulich zu beobachten.)

  3. Phase: Depression „Was bin ich noch wert?“ Durch den Rollenverlust als Familienversorger und Unternehmensretter, aber auch durch Veränderungen des Körperbildes kommt es zu einem Einbruch des Selbstwertgefühls. Jetzt scheinen die Patienten ständig Hilfe zu fordern, sind aber nicht in der Lage, diese auch anzunehmen.
    (Abwarten, kommt noch.)

  4. Phase: Verhandeln Die Patienten versuchen durch das Erbringen von Opfern, Wallfahrten (Sankt Christopherus?), Spenden, Hinwendung zu unbewiesenen Behandlungsmethoden und Aufbringen großer Geldsummen einen Handel mit dem Schicksal zu schließen.
    (Sie werden ihr Weihnachtsgeld am Ende doch noch opfern und auch die Angehörigen-Regierung wird reichlich geben.)

  5. Phase: Akzeptanz Die Patienten haben ihr Schicksal angenommen, neue Rollendefinitionen für sich gefunden und somit auch ihren Platz im Leben wiedergefunden. Leider ist das Erreichen dieser Phase nicht selbstverständlich. Je früher und konsequenter das soziale Umfeld ein Korrektiv zu den irrationalen Erwartungen/Reaktionen der Patienten bietet, um so leichter kann die Akzeptanz- Phase erreicht werden.
    (Die gesellschaftlichen Affekte lassen leider weder für Herrn Franz noch für Opel insgesamt eine rasche psychische Roborierung erwarten. Von den Perspektiven für die Branche mag ich gar nicht sprechen.)

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