Ideologisch unerwünscht: ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Medikamente

UPDATE: 4,35 Mrd. Euro für den Fiskus – bemerkt jetzt sogar die apotheker-zeitung. Sag ich doch: Der Staat verschärft durch die Mehrwertsteuer auf verschreibungspflichtige Medikamente vorsätzlich die Defizite der gesetzlichen Krankenversicherungen.

2008 wurden so bereits 4,6 Milliarden Euro aus der Krankenversicherung an den Fiskus verschoben (Arzneiverordnungs-Report). 2009 sind die Arzneimittelkosten voraussichtlich weiter gestiegen und damit auch die Umverteilung.
Das aus dem Solidarsystem abgezogene Geld kann als Steuergeschenk an Hotelerben, Unternehmerfamilien und Zahnwälte verteilt werden. Die entstandene Finanzierungslücke dagegen muss durch Zusatzbeiträge von den Pflichtversicherten geschlossen werden. So einfach ruiniert man ein Solidarsystem. Glückwunsch.

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