Marktversagen – Vollbeschäftigung droht

Steigende Nützlingskosten, Aufsässigkeit und fallende Kapitalrenditen – ein Alptraum. Bis dato ist der Nützlingsmarkt ein Nachfragemarkt. Will heißen, der Nutzer bestimmt den Preis. Laut einer der zeit vorliegenden Studie könnten sich die Verhältnisse aber schon im Jahr 2014 verkehren. Es droht ein preistreibender Anbietermarkt; via zeit-online.
Nur die deutliche Ausweitung der Nutzzeiten kann die Situation jetzt noch entschärfen: Eine konsequente Verdichtung der Ausbildungszeiten, die Abschaffung von Wehr- oder Zivildienst und ein Renteneintrittsalter von frühestens 75 Jahren würden das Arbeitskräfteüberangebot solange gewährleisten, bis der technologische Produktivitätsfortschritt die demographische Lücke geschlossen hatdie Alternative ist die Heranziehung von Fremdarbeitern.

Ein Gedanke zu „Marktversagen – Vollbeschäftigung droht

  1. RaGu

    Also das gibt einem ja den Glauben an die Politik wieder. Diese Weitsicht, diese Vorausplanung, dieses konsequente Einführen und Umsetzen der ab 2014 notwendigerweise vorhanden sein müssenden Gegebenheiten – chapeau.

    Für die Verdichtung der Ausbildungszeiten ist mit Turbo-Abi, Bacheler und Ausbildungsvorschulzeiten (auf Kosten derer, die zwangsweise Steuern zahlen und 2014 ansatzlos streichbar) gesorgt. Per möglichem Kindergartendrill ist noch Reserve vorhanden.
    Wehr- und Zivildienst gibt’s noch? Ah ja, stimmt ja – aber nicht mehr lange. Wird weiter so verkürzt, bekommen die jungen Leute 2014 noch Zeit raus.
    Das Rentenalter muss steigen? Tut’s das nicht schon? Wenn Deutschland den (in Jahren gemessenen) Vorsprung bei der Lebensarbeitszeit (im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, die verlängern) halten will, sind wir eher bei 80 als bei 75.

    Nicht funktionieren wird der Trick mit den Fremdarbeitern. Das hat Deutscher (Männer sind da in der Überzahl) nicht so gern.

    Auch wenn ich vollstes Verständnis für vorbeugendes Gejammer wg. der Aufsässigkeit der Arbeitnehmer habe (nix mehr Entlassung bei evtl. möglicherweise vielleicht versuchter Unterschlagung von Frikadelle, Pfandbon, saurer Gurke im Wert von immerhin 0, 30, 90, 130 Cent) – durch Einführung von öffentlichen Leibstrafen (Bastonade oder so) könnte man die gröbsten Entgleisungen sicher im Zaum halten.
    Uuund wegen der Kapitalrenditen mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Ehrenamt, Arbeitsverpflichtung oder „freiwillige/s Jahr/e“ à la Koch, Kraft, … (so was ähnliches wie ein Reichsarbeitsdienst, den ich hiermit aber nicht erwähnt haben will) sind dann bereits so im Volk verankert, dass die Rendite nicht angekratzt wird.

    Es fehlt rein rechnerisch Personal? Wer sagt denn, dass man pro Tag nicht 24 Stunden arbeiten kann? Das haben Ärzte bei ihren Abrechnungen schon getoppt (32 Stunden). Und dann gäbe es ja noch die Nacht …

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