6 Gedanken zu „Altersstarrsinn

  1. RaGu

    @Luna

    Das über Jahrzehnte hinweg erfolgreich kommunizierte, vermittelte (geschult/eingeimpft) und im Weigerungsfall sanktionierte System der niveauvollen, zurückhaltenden, liebevollen Aussprache belastender Themen (Diskussion oder gar Disput wären viel zu brutal) begünstigt wen? Und wer verkauft dies als „Demokratie“?
    Und? Halten sich wenigstens die Begünstigten daran? Hoppla, haben Sie ja schon selbst beantwortet. So sind sie halt die Menschenrechte: quod licet jovi …
    Gut, nehmen wir’s christlich, halten’s Maul und weiterhin die Backen hin (falls gerade mal keine Hand frei ist, kann man immer noch treten). Ab und zu mal auf hohem Niveau jammern (wird „oben“ anders interpretiert, ich weiß – mit Absicht?), natürlich nicht oft und in keiner gesteigerten Form (betteln, flehen), wäre das noch o.k.?

  2. Luna

    Na ja, die Empörung über die massenhaft soziale Entrechtung (bei Katrhin und RaGu) in allen Ehren, aber auch ein „Wirtschaftsgreiser“ ist ein Mensch, der diese Bezeichnung über die schlichte Gattungsbestimmung hinaus verdient hat.

    Es hilft nicht weiter, wenn der (potenziell) depravierte Teil der lohnabhängig Arbeitenden, der in der Boulevard-Presse täglich erniedrigt und gedemütigt wird, sich nun seinerseits dazu aufschwingt, die Funktionselite der Kapitalherrschaft verbal zu erniedrigen.

    Die Forderung nach Arbeitspflicht ist ein alter Hut und wird im Herbst 2010 mit der Ablösung der alten „Arge“ durch die Einführung der ZAG („Zentrum für Arbeit und Grundsicherung“) ganz neuen Schwung / ganz neue Perspektive erhalten. Es werden also Zeiten in diesem Workfare-Staat anbrechen, in denen wir vielleicht sogar das alte Hartz-System noch verteidigen müssen – oder doch besser gleich für eine ganz andere gesellschaftliche Organisation der Arbeit kämpfen. Ich plädiere für Letzteres.

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