Deutsche Rüstungsexporte nach Pakistan: Ein Engagement mit Zukunft

Und sie werden nicht schlau, niemals nicht – besonders nicht Franz-Josef Jung. Der möchte Pakistan noch immer mit atomwaffenfähigen U-Booten beliefern. Blödmann oder Antisemit?

Pakistan steht nach Einschätzung westlicher Geheimdienste am Rande des Zerfalls. Diverse westliche Nachrichtendienste machen darauf aufmerksam, dass sich radikale Muslime nicht nur in den Bergregionen rumtreiben, sondern auch verdeckt in den Reihen der Militärführung und des pakistanischen Geheimdienstes ISI agieren.

Aufgenommen am 5. August 2005 in KriftelTrotzdem darf Islamabad auf weitere militärische Unterstützung aus Deutschland hoffen. Verteidigungsminister Jung hat den Pakistani drei U-Boote vom Typ 214 versprochen (April 2007: U-Boot-Deal eingefädelt). Die könnten ohne großen Aufwand mit atomwaffenbestückten Marschflugkörpern bewaffnet werden. Israel hat das angeblich schon vorgemacht.

Versprechen kann man brechen, Herr Jung. Oder ist der Herr Verteidigungsminister doch ein verkappter Antisemit (Undankbarkeit!)?

Soweit die Zukunftspläne, nun zur Gegenwart: Kürzlich wurden Drohnen vom Typ Luna (Kleinkram) für die Kontrolle der Grenzgebiete zu Afghanistan geliefert. Dazu haben mittlerweile 250 pakistanische Offiziere Trainingsmaßnahmen in Deutschland durchlaufen und reichlich elektronisches Equipment wurde verkauft (german-foreigen-policy). Das sind bloß die öffentlich bekannten Projekte. Was wohl below the line passiert?

Erklärtes Ziel der deutschen Export-Politik ist eine verbesserte Kontrolle des afghanisch-pakistanischen Grenzgebietes durch’s pakistanische Militär. Die U-Boot-Offerte dient dabei vermutlich einfach zur Stimmungsverbesserung der Condottieri. (Dem Iran sollten wir auch ein paar Stück anbieten. Nur das sich niemand ungerecht bedient fühlt.)

Dummerweise könnte sich das Feindbild unserer Kunden übernacht um 180 Grad wenden. Dann haben halt die Alliierten Nachrüstungsbedarf. Na und? Den deckt die deutsche Wirtschaft genauso gerne.

[Bildnachweis: A. Kurz/Wikimedia Commons; GNU Free Documentation License]

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