Stuttgart 21 – die demütigende Exhibition bürgerlicher Impotenz

Die Schwaben können sich auch heulend auf den Boden werfen, «bis der Bahnhof wieder aufgebaut ist.» Es wird ihnen nicht helfen, denn am 27. März 2011 ist Landtagswahl und danach regiert die Große Koalition in Baden-Württemberg. Basta.
Die naiven Bürgerproteste gegen das Abzockerprojekt der Spätzle-Connection sind aber immerhin erwachsenenpädagogisch wertvoll. Jetzt begreift auch die letzte Kehrwöchnerin ihre Irrelevanz in der realexistierenden Plutokratie. Gleichgültig ob Tunnelbauten, Afghanistankrieg, AKW-Laufzeitverlängerung oder Kinder-Hartz-Chip und Mikrobenlöhnung, die Mehrheit der Bürger ist einfach politisch zu unqualifiziert, um die Notwendigkeiten der Neuen Zeit noch zu erkennen.
Der dumpfe Unmut des Plebs ist daher im Interesse des Reiches zu übergehen. Das ist der Weg, die Renaissance des Fallbeils.

4 Gedanken zu „Stuttgart 21 – die demütigende Exhibition bürgerlicher Impotenz

  1. Alexander Otto Beitragsautor

    Selbstverständlich beanspruche ich die Ignoranz, denn die Wasserlöslichkeit der geologischen Formationen ist lediglich koinzident, ansonsten sind die beiden Vorgänge wohl kaum zu vergleichen.

    Und die Energieversorger müssen sozialisiert werden, de facto handelt es sich eh um von uns finanzierte Unternehmen …

  2. sokrates

    Ich bin zwar nicht aus dem schönen Schwabenländle aber Gutachten von ASSE I & II als äquivalente Aussagen zu Stuttgart 21 heranzuziehen zeugt entweder von Unwissenheit oder Ignoranz.
    Da die Kosten für die Instandsetzung der oben genannten Anlagen weit mehr als 2 Milliarden Euro kosten wird und die Ungeeignetheit der Anlage aber frühzeitig bekannt war aber durch „Gutachten“ und „Fachleute“ immer wieder bestätigt worden sind. Im Gegensatz hierzu wurden Stimmen die etwas anderes zu sagen hatten, mundtot gemacht.
    Daher ist auch die derzeitige Diskussion über eine Brennelementsteuer ein echter Brüller. Jahrelang haben deutsche Kernkraftwerksbetreiber ihren Atommüll in Anlage abgeladen, die nie dafür geeignet waren. Haben dafür einen Bruchteil der eigentlich anfallenden Kosten bezahlt und werden nun hinter dem Rücken der Bürger über ihre Tochterunternehmen auch noch für das Aufräumen dieser maroden Anlagen angeheuert und bezahlt. Also durch den eigenen strahlenden Müll lässt man sich weitere Milliarden an Steuergelder bezahlen; zusätzlich zu den geschätzten 170 Milliarden € Subventionen aus den Steuersäckel.
    Daher ein hoch auf die ach so glaubwürdige Politik, die Gutachter und Fachleute sowie unsere Regierung die ja immer ach so vertrauenswürdig arbeitet und im Dienst von Bürgern und Gesellschaft alles tun.
    Warum also nicht z.B. eine Haftungsregelung für mögliche Schäden als Gesetz verankern um alle Beteiligten, nur für den unwahrscheinlichen Fall das was schief gehen sollte, in einen finanziellen Regress zu nehmen.
    ABER IN VOLLER HÖHE DER MÖGLICHEN SCHADENSSUMME FÜR DIE GESELLSCHAFT UND DIE STEUERZAHLER.

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