7 Gedanken zu „Selber schuld

  1. Kathrin

    Hui, da bin ich aber wohl? gründlich als jemand missverstanden worden, der als „hart Arbeitender“ auf die bösen Arbeitslosen schimpft. Oder?

    Nichts liegt mir ferner!!

    Da ich auch die andere Seite, eben die der längeren Erwerbsarbeitslosigkeit gut kenne und weiß, was das an unsäglichen Härten bedeutet, kann ich Ihre Antworten durchaus nachvollziehen und zeitweise auch teilen. Ihre Antworten sind aber eben nur die eine Seite der Medaille.

    EBEN aus dieser Erfahrungs-Sicht begreife ich ja nicht, warum man wenigen wirklich netten Nachbarn blöde Antworten gibt, die noch Öl in ein Feuer gießen, das vorher so manches Mal gar keines war – und nach meiner Erfahrung öfter als nötig. Luna hat das ein wenig erhellt. Sie hat vermutlich eher schlechte Erfahrung mit Mitmenschen gemacht, die ich auch gemacht habe. Ich halte mich jedoch dazu an, auch noch das Gute in den restlichen guten Menschen wahrzunehmen, weil das z. B. auch für mich ein emotionaler Anker sein kann. Sonst würde ich verbittern, und das will ich nicht.

    @ Luna:
    Da haben Sie wohl recht! … und es ändert sich weiterhin nichts. JedeR bleibt in seinen/ ihren Schubladen stecken.

    @ Lebowski:
    Auch Sie haben recht mit dem Inhalt des von Ihnen Geschriebenen.

    Übrigens hatte ich gar nicht geschrieben, dass Arbeit für mich einen Wert an sich darstellt. Jetzt, nach Ihrer Antwort und meinem Nachsinnen hierüber, antworte ich Ihnen aber dennoch:

    a) Es gibt absolut sinnlose, monotone Arbeit, die dazu noch oft fremdbestimmt ist. Diese Arbeit hat meiner Erfahrung nach keinen Wert, zieht im Gegenteil sogar Wert, nämlich Lebenswert/ -energie, des so arbeiten Müssenden ab.

    b) Wenn ich an meine Zeiten zurückdenke: Ich konnte gottseidank in verschiedenen Berufen sehr oft meiner Berufung folgen und konnte dabei vielen Menschen Hilfestellung geben, die diese eben auch als solche empfunden haben, und zwar ohne mich anzubiedern oder einzuschleimen.
    Das war dann eine sehr erfüllende und sinnvolle Aufgabe – für beide Seiten. Also, für mich hatte diese Arbeit schon einen hohen Wert, weil sie anderen eben wirklich half, sich weiterzuentwickeln und aber auch meiner Selbstverwirklichung diente und mich beruflich erfüllte.

    c) Leiharbeit z. B. würde ich nicht mehr als Arbeit bezeichnen; das wäre ein zu gechönter Begriff dafür.

    d) die von einigen Politikern & Co. anvisierte Bürgerarbeit:
    Von dieser wird bereits einE vorher mangelernährteR man/ frau nicht langfristig überleben können, so niedrig, wie diese entlohnt werden soll. Die Arbeit halte ich -zumindest gem. dem, was ich den bisher darüber berichtenden Medien entnommen habe- unter diesen Bedingungen für fahrlässige Tötung und Schmarotzertum am Wehrlosen. Es ist Aufgabe der Politik und der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung nicht unanständig bezahlte ordentliche Vollzeit-Erwerbsarbeit zu schaffen, von der man/ frau auskömmlich leben kann. Das kriegen die aber nicht gebacken, weil sie nciht aus ihren eigenen Schubladen herauskommen und nicht über den Tellerrand schauen können … .

    @ beide:
    Es gibt solche und solche Menschen. Ich habe beide Arten auf beiden Seiten der Arbeit bzw. Nichtarbeit kennengelernt. Ich finde es nur schade und selbstschädigend, wenn auch noch die wenigen wirklich Guten durch -menschlich durchaus nachvollziehbar- flapsige Antworten verprellt würden. Und wie gesagt, ich habe aus Verzweiflung auch schon mal schroff reagiert, wenn ich das aber immer mächte … wenn das alle mächten … geht das langfristig auch für die Betroffenen übel aus.

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