Theopathie – Das Erleiden Gottes nimmt kein Ende

Bild: Screenshot aus Ein Blick in die historischen Patientenakten genügt, um festzustellen: Religion ist eine äußerst gefährliche Erkrankung des Verstandes.

Fehlende Krankheitseinsicht ist eines der Hauptsymptome der allzeit grassierenden Seuche. Das zweite Grundsymptom ist eine moralische Enthemmung, die zu Übergrifflichkeiten und sogar brutalster Raserei gegenüber sich und anderen führt. Bisher konnte die Erkrankung nicht organisch nachgewiesen werden.

Erst jüngste Erkenntnisse der Neurologie sind der Wurzel des/allen Übels auf der Spur. Die Schläfenlappen-Epilepsie hat einen bemerkenswerten Nebeneffekt. Bei einigen Patienten löst sie religiöse Halluzinationen aus. Professor Ramachandran, der Leiter des „Centre for Brain and Cognition“ an der Universität von Kalifornien in San Diego, hält es für möglich, dass die Erscheinungen von Propheten und Aposteln von dieser Krankheit ausgelöst wurden. Ramachandrans Patienten berichteten über verblüffend ähnliche Visionen während ihrer Anfälle.

Musste die Medizin die Theopathie bisher noch als ein rein abstraktes Krankheitsgeschehen beschreiben, lässt sich das Leiden nun in eine spezielle Hirnregion verorten. So ist die aufgeklärte Wissenschaft dem ersten naturwissenschaftlichen Gottesbeweis auf der Spur. Gott befindet sich vermutlich im Schläfenlappen (Lobus temporalis) – und da sollte er auch besser bleiben. Wenn man/frau das Krankheitsbild „Gott“ und die durch diesen Wahnsinn ausgelösten Katastrophen in ihrem Zusammenhang betrachtet, verliert sich jede Toleranz gegenüber der hierzulande praktizierten Religion-Light. Da erscheinen Kopftuch-Prozesse, stoibersche Rufe nach einer Verschärfung des §166 und pastorale Selbstverbrennungen in einem existenzbedrohlichen Licht.

Nur ein geringfügiger Anstoß reicht aus, um aus der latenten Theopathie auch im relativ aufgeklärten Europa wieder eine lebensbedrohliche Erkrankung zu machen. Ein paar ökonomische Bedrängnisse mehr, dazu noch ein großer islamitischer Terroranschlag und schon gewinnt das Irrationale erneut die Überhand. Leute die ernsthaft an die jungfräuliche Geburt Jesu glauben, Schülern den Kreationismus als intelligentes Design verkaufen wollen und uns schließlich sogar mit ihrer „Nächstenliebe“ bedrohen, haben nichts an Schulen und Kindergärten zu suchen.
Stammvater Moses schickt uns Ungläubigen folgende Drohung durch die Jahrtausende, Bibel 31ff:

So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.

[Bildnachweis: Screenshot – the root of evil]

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