Förster (legal) erschießt eigene Familie. Noch Fragen Schäuble?

LAMSPRINGE/HILDESHEIM Ein 37-jähriger Mann beschießt am Mittwochabend seine Familie mit 45er* und lässt ein furchtbares Blutbad ein:

Der Amok-Waidmann trifft seine Partnerin (40) sowie den gemeinsamen achtjährigen Sohn tödlich. Bevor er sich den Fangschuss gibt, verletzt er noch die 14 und 16 Jahre alten Kinder seiner Lebensgefährtin sowie einen Besucher (15). Die Kinder mussten mit schweren Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden (dpa via FAZ).
Das Tatmotiv ist noch unklar. In einem Haushalt mit so vielen Jugendlichen ist aber in Kürze gewiss mit dem Fund von Killerspielen zu rechnen.

Quod erat demonstrandum: Auf der Basis einer laufenden Studie des Max-Planck-Instituts muss mit mindestens 20 bis 25 Todesopfern durch legal erworbene Schusswaffen pro Jahr gerechnet werden. Gerade in Familien und Partnerschaften werden bevorzugt solche Waffen eingesetzt. Die Taten werden meist in unauffälligen sozialen Milieus begangen. Die Täter sind in aller Regel männlich. Legaler privater Waffenbesitz als Risikofaktor für tödliche Gewalt in Deutschland (Mitteilungen aus dem Institut, 16.03.2009) Es erübrigt sich jeder Kommentar. Vernunft ist ein sinnloses Unterfangen.
* Update: Nach Polizeiangaben hatte der Schütze für die Tatwaffe noch keinen Waffenschein, dieser sei jedoch beantragt gewesen. Es handelt sich auch keinesfalls um einen Amok-Lauf.

11 Gedanken zu „Förster (legal) erschießt eigene Familie. Noch Fragen Schäuble?

  1. Achter

    >“Bei Amokläufern sind es meistens Drogen (Psychopharmaka), die sie zu solch grausamen Taten veranlassen.“

    Ich vermute ja, daß manche Alternativheilscharlatane hinter solchen Aussagen stehen könnten um ihren komischen Pharmaverschwörungs-Theorien Auftrieb zu verleihen. Sie dürfen sowas nicht verschreiben (was gut ist!), deshalb sind sie neidisch und lügen einem die Hucke voll….

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