#Euro-Krise: „Unabhängige EZB“ treibt Inflation

+++ Hin und wieder erinnert sich die Chefarztfrau ihrer finsteren Milchmädchenvergangenheit und beginnt solcherart Kalkulationen. Die Apologeten des herrschenden Dogmas, ökumenische Spezialexperten, Qualitäts-Journalie und die politischen Organe des Marktes sind sich einig: nur eine unabhängige, also untätige Zentralbank schützt die Eurozone vor dem Inflationsgespenst. Hat das mal irgendjemand auf Plausibilität geprüft? Nö? Na gut, dann mache ich das halt:

Unter der Vorraussetzung, dass die europäischen Staaten auch die von ihnen zu zahlenden Zinsen auf ihre Anleihen wieder mit Krediten refinanzieren müssen und sich die privaten Staatsfinanzierer das Kapital zum Staatsanleihekauf bei der EZB leihen, ergibt sich folgender Vergleich:

EZB leiht Staat 100 Geldeinheiten zu 1,25 Prozent Zins. Geldmenge wächst um 101,25 Geldeinheiten.

EZB leiht Bank 100 Geldeinheiten zu 1,25 Prozent Zins. Bank verleiht beispielsweise Italien diese 100 Geldeinheiten zu 7 Prozent Zins weiter. Bank besichert mit dieser Forderung ihre Verbindlichkeit bei EZB. Geldmenge wächst um 107 Geldeinheiten.

Bei welcher Methode wächst denn dann die Geldmenge stärker?

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