#notmypresident #schramm: Jetzt zählt nur noch die Geste.

Unser Mann, Hans Georg Schramm! Am 17. Februar um 11:05 wehte der Mantel der Geschichte über Schloss Bellevue, doch Linke und Piraten waren zu bräsig, dessen Zipfel zu packen. Erst jetzt kann sich Oskar Lafontaine den Kabarettisten Georg Schramm überhaupt als eigenen Präsidentenkandidaten der Linkspartei vorstellen. Zu spät. Oberstleutnant Sanftleben bleibt nur mehr die Geste. Ein Stauffenberg der Aufklärung.
[Update: Mist – Korb für Piraten und Linke: Georg Schramm mag nicht als Bundespräsident kandidieren]

#notmypresident: Gauckuschima – die politische Kernfusion

+++ Großer Konsenssport. Alle, aber wirklich alle sind begeistert vom Pfarrer Gauck: Die Linke, die Grüne Jugend, DDR-CDU-Blockflöten, Doktor Angela Merkel, Wikileaker, diverse Atheisten, rheinisch-katholische Christdemokraten, Hartz-IVler, Datenschützer, Pazifisten, das Internet, Fefe, Attac-Deutschland und die Nachdenkseiten, Herr Bosbach und Herr Ströbele, Occupy-Bewegte, Stuttgart-21-Gegner, Atomkraftgegner, Juden, Türken, Polen an der Oder-Neiße-Grenze, das Jerusalemer Simon Wiesenthal Center und mindestens eine verlassene Ehefrau. Danke Philipp, das wird ein Spaß.
By the way: Wo bleibt Frank Schirrmacher?
Sorry, die Ostdeutschen habe ich vergessen.

#Gauck/#Larve

+++ Wenn ihr euch noch fragt, aus welchem Amalgam dereinst das publizistische Geschoss gegossen sein könnte, mit dem sich der neoliberale Stasi-Christen-Dämon und Bundespräsident von Springers Gnaden Joachim Gauck ins Ehrensold-Walhalla befördern ließe, hier ein tauglicher Vorschlag: Pastor Gauck erklärte, das Gespräch mit Stasi-Hauptmann Terpe habe ihn angenehm überrascht, es habe ihm viel gegeben. Er glaube, «dass das MfS einen echten positiven Beitrag zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft einbringen wird.»
Wen wundert es, dass sich Pastorentochter Angela bei dieser BuPrä-Nominierung bis zuletzt heftig zierte. Sollte IM-Larve jemals schlüpfen, ein Schmetterling käme da nicht ans Licht. Das ist mal sicher.

Unser Mann, Hans Georg Schramm!

BERLIN BELLEVUE 11:05 Uhr +++ Die Kleinkarierten, Grenzdebilen und Hartgeldnutten hatten ihre Repräsentanten. Jetzt ist Schluss. Es ist an der Zeit, das höchste Amt der Republik mit einem Vertreter angewandter proaktiver Intelligenz zu besetzen. Ein Mann des Militär muss her, denn das Weichziel bleibt der Mensch.
[Fefe, Telepolis]

#GKV-Überschuss: Alles muss raus, aber schnell.

BERLIN +++ Wir erinnern uns: 2009 prognostizierte der Herr Doktor Rösler dem sozialistischen Gesundheitsfonds ein freierfundenes Defizit von 11 Milliarden Euro. Doch die Patientenschaft verweigerte sich und sparte statt dessen eine Reserve von bis zu 14 Milliarden Euro an. Eine 25-Milliarden-Euro-Fehldiagnose. Tragisch.
Aber egal, die schwarzgelben Spezialexperten für zyklische Politik wissen Abhilfe. Sie müssen sich nur noch einigen, wessen Klientel sie unser Geld schenken – damit die GKV auch in der nächsten völlig unvorhersehbaren Konjunktureintrübung wieder zum Schmarotzer erklärt werden kann.
Tit for tat: Wie wär’s denn jetzt mit einer Rückerstattung  der Mehrwertsteuersubvention des Bundeshaushalts an die GKV-Versicherten?

#Gesundheitsreformation: Marktkonforme Win-Win-Situation

BERLIN +++ Der geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh wagte es jüngst, die Forderung der Union nach einer Absenkung des Apothekenabschlages und eine ‚Reform’ des AMNOG ab 2013 als Wahlgeschenk zu bezeichnen.
Der Affront konnte selbstverständlich nicht ungestraft bleiben. Spezialexpertenhornbrillenträger Jens Spahn erklärt also dem Herrn Deh in einem netten Brief: «Wenn Ihre Äußerung so zu verstehen ist, dass Sie das Wegfallen der Begrenzung der Entwicklung der Verwaltungskosten (…) ab dem Jahr 2013 als ‚Geschenk an die Kassen‘ verstehen, das eigentlich nicht nötig wäre, sind wir gerne bereit, dies gesetzgeberisch aufzugreifen.»
Was sich zunächst wie eine Drohung liest, weist tatsächlich einen Weg aus der Konfrontation: CDU/CSU, FDP, Apotheker und Pharmas kriegen ihre Wahlgeschenke und die Kassenvorstände dürfen ihre Bezüge wieder erhöhen. Da freut sich dann auch Standard & Poors.