Schlagwort-Archive: Anthropologie

Vom unbefleckt empfangenen Christus zum Fellatio gezwungen?

Die Schande, die liegt hinterm Auge des Betrachters: Die anstößigen Reaktionen seien für Teile der Gläubigen bezeichnend. Immerhin, die Kulturanthropologie zieht eine religionszivilisatorisch aufsteigende Entwicklungslinie vom Selbstmordattentat über die Witwenverbrennung und Kinderschändung zum Gottesbildnismissbrauch.
In voraussichtlich 200 Generationen lassen es die Gläubigen dann mit einer derben Beschimpfung und/oder Masturbation bewenden.

Das Private ist das Politische

Die Revolution der gebenden Männerhände hat gerade erst begonnen. Ein einsamer Hand-Job mit harten Schwielen. Mit Schwielen, wie sie sich nur verbeamtete Universitäts- professoren und Wirtschaftsjournalisten am Schreibtisch verdienen können: In der FAZ dekuvrieren Rainer Hank und Georg Meck die matriachal-faschistische Alleinerziehenden- Verschwörung. Eine Infamie von der, laut Thomas Strobel, 0,8 Prozent der Bevölkerung ungemein profitieren. Pfui!

Peinliche Kriegspropaganda via Zeit

«Elitetruppen der US-Streitkräfte gehen forciert gegen die radikalislamischen Gotteskrieger in Afghanistan vor.»* Ja verdammte Scheiße, was haben die denn die letzten neun Jahre da gemacht?
Na egal, jährlich erreichen knapp 500.000 afghanische Knaben das kriegsfähige Alter. Sieg oder Heldentod gelten als noble Karriere-Optionen, einzig Arbeitslosigkeit gehört nicht zum Konzept archaischer Stammeskultur. Zumindest nicht, solange stetig Beschäftigungsmaterial nachgereicht wird.
* Serviervorschlag: Laut Vorlesen und dabei mit den ‘R’s rollen, bis dass die Gräfin Dönhoff aus dem Sarge rollt
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Willkommen im evolutionären Flaschenhals

KOPENHAGEN, Verhandlungskreise (eigener Bericht): Die erwartete Verschärfung der Selektionsbedingungen hält die internationale Gemeinschaft für durchaus wünschenswert. Der Klimawandel wird die Populationszahlen zwar regional unter enormen Druck setzen, eine vollständige Exstinktion ist aber nicht zu befürchten. Ganz im Gegenteil, Homo sapiens konnte in der Vergangenheit mehrfach von globalen Wetterphänomenen profitieren. Auch aus der kommenden Krise wird die Spezies daher gestärkt hervorgehen. Die Erkenntnis ist freilich nicht kommunizierbar:

Tho‘ Nature, red in tooth and claw
With ravine, shriek’d against his creed

(Alfred Lord Tennyson)