Schlagwort-Archive: CDU/CSU

Der Zusammenhang zwischen Spenden und Regierungsarbeit

Im Zivilrecht spricht man zwar von einer konkludenten Willenserklärung, wenn sie ohne ausdrückliche Erklärung durch schlüssiges Verhalten abgegeben wird – in der Politik handelt es sich jedoch stets und quasi per Selbstdefinition um reine Kontingenz. Es kann daher nicht von einem Rechtsgeschäft gesprochen werden.

#NRW-Opposition: Demosphobie (ICD-10: F40 1)

DÜSSELDORF Kollektive psychogene Erkrankung legt konservative Leistungsethiker flach. Diagnose; via ruhrbarone.
Die Befürchtungen der Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Mandatsverlust oder sozioökonomische Kompetenzminderung beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor Reputations- und Kontrollverlust oder einfach dem Gefühl, wahnsinnig zu werden.

#S21 Naiver Biederschwabenaufstand erfolgreich zerschlichtet

STUTTGART 21 Als wenn der altgediente CDU-Stratege Geißler seinen Unions-Genossen Mappus aufs Abstellgleis rollen würde? Das genaue Gegenteil ist der Fall. Das Verfahren sollte dem Pfeffersprüher bloß den Anschein der Bürgerlichkeit zurückgeben. Und nächstes Jahr gibt’s dann Schwarz-Rot in Ba-Wü und es kann unter dem Label ‚S21 plus‚ ganz schlicht fertig gebaut werden – nur halt noch teurer.
Frei nach Albrecht Müller: Keine Verhandlungen mit Terroristen.

Konservativ gerechnet

KARLSRUHE Ohmygod, nur 88,44 Prozent Zustimmung für Frau Merkel? Blödsinn, dank CDU-Satzung, Seite 27 §43 (5) ließ sich doch noch ein Ergebnis jenseits der 90 Prozent darstellen: Die Stimmenthaltungen wurden zur Zustimmung deklariert.
Übrigens: Elektrische Reizung des rechten Scheitellappens erleichtert das Lernen mathematischer Relationen.

Konservative Profilneurose

Ein kalkulierter Verfassungsbruch, so was schärft natürlich das wertkonservative Profil der Union noch viel schärfer als die schärfste Erika. Bravo.
Die CDU-Wähler, die ich so kenne, sind eigentlich ganz nette Leute – irgendwie naiv aber gutartig. Die haben derzeit große Freude daran, wie ‚ihre’ CDU unter Anleitung der Analliberalen die Republik zerlegt. Diese Art Konservative wählen demnächst vielleicht Grün – aber definitiv keine von der Qualitäts-Journalie herbeifantasierte Rechtspartei.

Was für Stärken, Manfred?

Forsa-Chef Güllner: «Sobald SPD (27 Prozent) und Union (30 Prozent) sich auf eigene Stärken besinnen, wird die Beliebtheit der Grünen (20 Prozent) wieder zurückgehen.» Meint er Stuttgart 21, Rente 67 oder Restlaufzeit 100? Ach ne, er meint das liberale Profil (4 Prozent) der ehemaligen Volksparteien.

Gut angelegtes Steuergeld

MÜNCHEN Die bayrische Landesregierung hat für 108.000 Euro ein Meinungs- forschungsinstitut damit beauftragt, Strategien zur FDP-Bekämpfung zu entwickeln. Nun droht die koalierte Gurkentruppe unverhohlen: «Sollten sich die Vorwürfe ganz oder teilweise bestätigen, halten wir ferner personelle Konsequenzen für unvermeidbar.» Mehr können die Bayern für ihr Geld wirklich nicht bekommen – weiter so.