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#GKV-Überschuss: Alles muss raus, aber schnell.

BERLIN +++ Wir erinnern uns: 2009 prognostizierte der Herr Doktor Rösler dem sozialistischen Gesundheitsfonds ein freierfundenes Defizit von 11 Milliarden Euro. Doch die Patientenschaft verweigerte sich und sparte statt dessen eine Reserve von bis zu 14 Milliarden Euro an. Eine 25-Milliarden-Euro-Fehldiagnose. Tragisch.
Aber egal, die schwarzgelben Spezialexperten für zyklische Politik wissen Abhilfe. Sie müssen sich nur noch einigen, wessen Klientel sie unser Geld schenken – damit die GKV auch in der nächsten völlig unvorhersehbaren Konjunktureintrübung wieder zum Schmarotzer erklärt werden kann.
Tit for tat: Wie wär’s denn jetzt mit einer Rückerstattung  der Mehrwertsteuersubvention des Bundeshaushalts an die GKV-Versicherten?

#Mitfühlender Liberaldentismus

Laut GKV-Spitzenverband liegen die Jahreseinnahmen einer Zahnarztpraxis bei durchschnittlich 502.000 Euro (West) / 306.00 Euro (Ost). Abzüglich Betriebskosten bleiben davon dann etwa 172.000 Euro (West) / 110.000 Euro (Ost) als Ertrag vor Steuern und Schiffsbeteiligung übrig. Unvorstellbar! Bloß gut, dass es den Herrn Bahr gibt.
Und sollten dann 2013 tatsächlich alle 66.000 armutsbedrohten Dentisten dankbar die FDP wählen, so entspräche dies, je nach Wahlbeteiligung, immerhin einem Anteil von satten 0,1 bis 0,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Eugenisches Schlüsselministerium wird endlich bioliberal

BERLIN Namhafte (hier ungenannte) Menschenzüchter mahnen seit langem: Statt weiterhin vergeblich auf die Stimulation der Wurffreude frigider Eliteweibchen zu setzten, muss die Politik endlich das Naheliegende tun: die Extinktion der sozioökonomischen Konkurrenzbrut.
Mit Daniel Bahr sitzt nun ein Mann von gesundem Volkskörperbewusstsein an strategischer Stelle. Anders als Frau Schröders unfruchtbares Familienministerium, bietet das Bundesgesundheits- ministerium die Möglichkeit zu probaktiver Genpooloptimierung:
Durch die Streichung aller mit der Mutterschaft verbundenen medizinischen Maßnahmen und ganz allgemein der Kinderheilkunde aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen werden die nachwachsenden Mindernützlingsgenerationen in Zukunft wieder in den vollen Genuss artgerechter wettbewerbsorientierter Aufzuchtsbedingungen kommen können.
Von einer solcherart roburierten Nützlingspopulation wird übrigens auch die deutsche Arbeitsproduktivität profitieren, denn kränkelnde Individuen bleiben vom Erreichen des sie quälenden Erwerbsalters verschont – und die Solidargemeinschaft von den Konsequenzen ihres Leidens.

#FDP-Zersetzung

… bei dem Informanten handele es sich um einen jungen, aufstrebenden Parteigänger der FDP. Hm, also ein junger männlicher Streber? Von den liberalen Teilnehmern der Koalitionsverhandlungen wurden laut Wikipedia die folgenden Herren 1970 oder später geboren: Florian Toncar (1979), Daniel Bahr (1976), Jan Mücke (1973), Philipp Rösler (1973), Patrick Döring (1973), Horst Meierhofer (1972), Hartfried Wolff (1971), Christian Lindner (1979) und Volker Wissing (1970).
Meine persönlich bevorzugten Haupttatverdächtigen sind selbstverständlich Bahr und Rösler. Ich habe ja schließlich nie behauptet, ergebnisoffen zu ermitteln.

[Update1: Rainer Brüderle fordert eidesstattliche Versicherungen.]

Daniel Bahr (fdp): klares Bekenntnis zur Leistungsnehmerschaft

«Die Höhe der Vorstandsvergütungen bei Krankenkassen wird mit dem Verwaltungsrat vereinbart und nicht vom Staat festgelegt.» Daniel „Cash out“ Bahr, Parlamentarischer Staats- sekretär im BMG will verantwortungsbewusste Manager (gibt’s erst ab 130.000 Euro p.a.) und keine Behördenleiter an der Spitze von Krankenkassen. Der Bundesrechnungshof hat einfach keine Ahnung; via apotheke-adhoc (… neue Fetischquelle).