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#Fukushimahibakushaharakiri

Das Zen einen Super-GAU unter Plastikplanen zu verbergen und seine Opfer aus der Gesellschaft zu entfernen.
In der Shintō-Ethik ergibt sich die moraline Qualität einer Handlung aus der Gesamtheit ihres Kontextes. Schlechte Handlungen sind allgemein lediglich jene, welche die gegebene Harmonie beschädigen oder gar zerstören.
Das sichtbare Entwickeln einer Strahlenkrankheit etwa ist eine ganz besonders ächtenswerte Dissonanz. Nicht nur das ästhetische Versagen, auch der immanente Verweis auf die Demütigung des sonnengottregierten Nippon sind unverzeihlich.
Zudem legt der shintō-buddhistische Synkretismus ein Selbstverschulden der neuen Hibakusha zwingend nahe. Ihre  radioaktive Aura  ist die Konsequenz sündhafter Vorleben.

[Noch mehr fernöstliche Weisheit?]

ethisch kommissionierungsbedürftig

Technisch ist der Atomausstieg leider kein Problem, aber ethisch geht noch was. Schließlich wären erzwungene AKW-Abschaltungen ja nichts anderes als die räuberische Enteignung der wehrlosen Kraftwerksbetreiber. Eine Spielart staatlichen Handelns die sich unserer christlich-jüdischen Leitkultur per Definition verbietet. Um diese unerhörte Amoralität öffentlichkeitswirksam herauszuarbeiten, hat die regierende Metaphysikerin nun eine Kommission aus Priestern jungsteinzeitlicher Kulte und abgehalfterten INSM-Botschaftern berufen.

Arbeit als eugenischer Optimierungsprozess

Das aus der Materialwissenschaft bekannte Stress-Phänomen wirkt auch auf das Humankapital: Die Anzahl der psychischen Erkrankungen ist unter den 9,7 Millionen aktivierten AOK-Nützlingen im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert angestiegen.
Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts entstand durch psychische Defekte bereits im Jahr 2006 ein Schaden von 26,7 Milliarden Euro. Aber keine Sorge, es handelt sich lediglich um die Anlaufkosten der gelenkten Artverbesserung. Weiterlesen

Florian Gerster – Seppuko statt Talkshow

«In Japan nehmen sich Menschen das Leben, wenn Sie öffentlich zurechtgewiesen wurden. In Deutschland treten Sie bei Anne Will auf. Das hat was mit Schamgefühl zu tun.» [Lesebefehl]
Völlig entgangen war mir bisher, dass der gescheiterte Ex-BA-Chef und jetzige Präsident des Arbeitgeberverbands Neue Brief- und Zustelldienste Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deuschlands ist. Ehrenrührig.

An hippokratischer Eides Statt

Frage an den jüngsten Bambusspross aus dem Geschlecht der Asklepiaden: Wären denn nicht die in Gesundheitszentren angestellten Ärzte am sichersten vom unternehmerischen Kalkül befreit und könnten also ihre Therapie-Entscheidungen ausschließlich am Patientenwohl orientieren? Ich meine ja nur, Herr Dr. Rösler. Aggression auf Birkenstock Filzlatschen.