Schlagwort-Archive: Hamid Karzai

One, two, three, what are we fighting for?

KABUL (dts) Nach Schätzungen der Vereinten Nationen erwirtschaftet der Geschäftsbereich Korruption in Afghanistan jährlich 2,5 Milliarden Dollar. Um diese zarte Blüte einheimischer Wertsschöpfung nicht zu gefährden, hat der afghanische Präsident Hamid Karzai daher eine Anordnung erlassen, die internationale Wichtigtuer von wichtigen Ermittlungen beim Kampf gegen die Korruption ausschließen soll.
Insider berichten, dass die UN-Ermittler demnächst mit neuen Aufgaben in Mitteleuropa betraut werden. Das ‚Politische Berlin’ übt sich derweil in demonstrativer Gelassenheit.

Kabul Banking

AFGHANISTAN (handelsblatt) Geldgeschäfte im Herzen der Finsternis. Da wo die Bösen gewonnen haben und die anderen noch viel fieser sind, belagern Sparer die Filialen des größten afghanischen Geldhauses. Um eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern, hat die afghanische Zentralbank jetzt den Kapitaleignern verboten, Grundeigentum zu verkaufen. Ausgenommen ist davon nur, jetzt ratet mal wer? Genau, Mahmud Karzai der Bruder des Präsidenten.
Den Mord an ihren Vätern werden sie euch rasch vergeben, niemals aber den Verlust des väterlichen Erbes. (Niccolò Machiavelli, Il Principe – Chefarztfrauliche Handbibliothek)

Opiumkriegsähnliche Verhältnisse am Hindukusch I

Womöglich ein wesentlicher Aspekt des Afghanistankriegs: Während Mohnanbau zur Drogenproduktion unter den Taliban noch todesstrafbar war, konnte die Karzai-Regierung mit Duldung der NATO-Alliierten zum unangefochtenen Opiumexportweltmeister aufsteigen. Hauptabnehmer und Leidtragende der afghanischen Ausfuhren sind Russland und China. Warum auch nicht? «Drogen sind offenbar zur Giftwaffe in der globalen Auseinandersetzung mit den aufstrebenden Staaten des Ostens geworden.»

Afgahnistan: Deal or no deal?

Beim Halbbruder des afghanischen Präsidenten wurden mehrere Tonnen Rohopium gefunden. Die Gebrüder Karzai, das afghanische Innenministerium und die britische Botschaft konnten sich über die Be- und Verwertung des Drogenfundes noch nicht einigen. Bis zu einer einvernehmlichen Lösung werden nun Talibane befragt; via ftd.

Wofür wir Chefarztfrauen kämpfen lassen (am Hindukusch):

KABUL Ein Gesetzesvorschlag der Regierung Karzai soll endlich allen AfghanInnen (ab 16) regelmäßigen Geschlechtsverkehr (alle vier Tage) garantieren. In anderen verkehrs- politischen Fragen ist die afghanische Gesellschaft leider weniger progressiv: Dekadente Talibane wollen demnächst auf das Verprügeln von Taxifahrern, die Bollywood-Musik via iPhone hören, verzichten. Schlimm, eine beneidenswerte Errungenschaft (zivilisatorisch) ginge so der Welt verloren. Schickt viel mehr Truppen.