Schlagwort-Archive: Neuroökonomie

Transcranial magnetstimulierte Anreizstrukturrevolution

CAMBRIDGE Statt Boni in Zukunft nur noch ein Headset? Das Massachusetts Institute of Technology hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich moraline Gefühlsduseleien per Magnetstimulation unterdrücken lassen: Scientists Disrupt Moral Reasoning With Magnets To The Skull.
Laut Insidern wurde das System bereits erfolgreich in die Deckenstruktur des Weltwirtschafts- forums in Davos implementiert; via fr.

exportindustriell gehirngewaschen

«Selbst wenn Deutschland die Binnennachfrage durch Lohnerhöhungen ankurbeln würde, wie von der französischen Finanzministerin Christine Lagarde gefordert, sei ihrem Land damit nicht geholfen.» Auf die minder originelle Idee, dass die Steigerung der Massenkaufkraft den eigenen Landsleuten nützlich sein könnte, kommen Herr Sarrazin et al. schon gar nicht mehr. Übrigens vermehren sich die einheimischen Nützlinge unter guten Aufzucht- bedingungen auch viel erfolgreicher als die privaten Rentenversicherer, ehrlich Thilo.
[Extinktion nennt man in den behavioristischen Lerntheorien einen Lernprozess, nach dem die bedingte bzw. instrumentelle Reaktion nicht mehr gezeigt wird. Dabei handelt es sich weder um Vergessen, noch um Verlernen, sondern um ein zusätzliches Lernen, das die Wirkung des bedingten Reizes vorübergehend und kontextabhängig außer Kraft setzt. Ach so.]

Empathonol forte® – endlich mehr Gefühl für Neuroliberale

«Ein Medikament, das unser Herz öffnet, das uns ermöglicht, anderen immer wieder zu vergeben und die eigenen Schwächen angstfrei wahrzunehmen. Das uns mit Güte erfüllt.» Thomas Metzinger halluziniert chemisches Moralin-Enhancement; sozial frigide via SpOn.

Denken hilft, nützt aber nicht so richtig.

Demütige Akzeptanz des Irrationalen spart somit Lebenszeit und Kalorien. Durch Nichtdenken gewonnene Ressourcen können in – der Kontingenzbewältigung förderliche Güter – getauscht werden. In dieser Saison ist das ultimate Distinktionsmerkmal innovativer National- und Neuroökonomen diese würdevolle Vor- und Ablagemappe für bedenkenlos Nichtbedachtes. Das Portefeuille aus gefälligem Kunstleder in Rindshautanmutung bietet beispielsweise unserem Finanzminister Blickschutz gegen die fristeninkongruente HRX-Bilanz. Nützt zwar auch nicht, das aber immerhin sofort und für länger.