Schlagwort-Archive: Plutokratie

schuldnerberatungsresistent

+++ Im FAZ-Feuilleton erklärt Michael Hudson mit deutlichen Worten die Basics der aktuellen Schuldenkrise: Interessen von Gläubigern sind nicht die der Demokratie. Bankenrettungen führen in die Oligarchie. Der Finanzsektor betreibt eine neue Art der Kriegsführung [Lesebefehl].
Derweil verwahrt sich Herr Steinmeier gegen den bloßen Gedanken an eine Reichensteuer – vermutlich liest er nur den Wirtschaftsteil der FAZ.

Masters of the Universe

ZÜRICH +++ Forscher der ETH haben die Weltwirtschaft systemtheoretisch unter die Lupe genommen. Fazit: 147 Konzerne besitzen die Macht über den globalen Kapitalismus →

Die 19 mächtigsten Firmen
Rang Firma
1 Barclays Plc
2 Capital Group Companies Inc.
3 FMR Corporation
4 AXA
5 State Street Corporation
6 J.P: Morgan Chase & Co.
7 Legal & General Group
8 Vanguard Group
9 UBS AG
10 Merrill Lynch & Co.
11 Wellington Management
12 Deutsche Bank AG
13 Franklin Resources Inc.
14 Credit Suisse Group
15 Walton Enterprises LLC
16 Bank of New York Mellon Corp.
17 Natixis
18 Goldman Sachs Group Inc.
19 T Rowe Price Group Inc.

Kick-Back-Rente jetzt!

BERLIN +++ (tagesschau.de) Frau v.d.Leyen muss den Abschluss eines privaten Altersvorsorgevertrages zur Voraussetzung für den Zuggang zu staatlichen Sozialleistungen machen. Darüber hinaus erscheint ein verpflichtendes Verfahren auch bei der Pflegeversicherung dringend geboten.
Nach dem Treubruch gegenüber der Atomwirtschaft ist die Koalition in der Bringschuld. Noch so ein Desaster und die Quatschbude wird abgefackelt.

Sekretärin bleibt Sekretärin

Egal ob bei der FDJ oder im Bundeskanzleramt, der Abusus ist identisch: Wenn die Herrn sprechen, wird brav mitstenographiert – diesmal ein pharmazeutisches Sparpaket.
Ob solcherart Devotismus genetisch bedingt oder eine erworbene Kompetenz ist, müssen wir Herrn Sarrazin fragen. Von der Nachzucht sind solche Exemplare aber in jedem Falle auszuschließen. Sicher ist sicher.

gelogen, rundgelutscht und dann irgendwie so hingeschissen

BERLIN Die jüngsten gutachterlichen Elaborate zur AKW-Laufzeitverlängerung sind mit einer beklagenswerten Lieblosigkeit gefertigt. Bisher waren wir Bürger es gewohnt, zumindest mit Niveau verarscht zu werden. Offenbar ist der Aufwand jetzt nicht mehr nötig, Hauptsache billig.
Und verfassungsrechtliche Aspekte sind eh nur tuntige Konditorei: Bloß weg damit. Hier wehrt sich doch keiner mehr. So what?