Schlagwort-Archive: Staatsfeinde

Stuttgart 21 – die demütigende Exhibition bürgerlicher Impotenz

Die Schwaben können sich auch heulend auf den Boden werfen, «bis der Bahnhof wieder aufgebaut ist.» Es wird ihnen nicht helfen, denn am 27. März 2011 ist Landtagswahl und danach regiert die Große Koalition in Baden-Württemberg. Basta.
Die naiven Bürgerproteste gegen das Abzockerprojekt der Spätzle-Connection sind aber immerhin erwachsenenpädagogisch wertvoll. Jetzt begreift auch die letzte Kehrwöchnerin ihre Irrelevanz in der realexistierenden Plutokratie. Gleichgültig ob Tunnelbauten, Afghanistankrieg, AKW-Laufzeitverlängerung oder Kinder-Hartz-Chip und Mikrobenlöhnung, die Mehrheit der Bürger ist einfach politisch zu unqualifiziert, um die Notwendigkeiten der Neuen Zeit noch zu erkennen.
Der dumpfe Unmut des Plebs ist daher im Interesse des Reiches zu übergehen. Das ist der Weg, die Renaissance des Fallbeils.

Passivtausch: Kernenergieabgabe an Brennelementesteuer

Nach dem grenzdebilen PR-Fopa der Atom-Mafia ist die Brennelementesteuer zwar populistisch unvermeidbar geworden, aber dafür verzichtet die schwarz-gelbe Junta jetzt halt einfach auf die Kernenergieabgabe. Wie das Geschenk heißt, ist ja auch egal.
Wir sind verloren, definitiv.
Update: Was soll das denn jetzt?

Plutokraten und Neandertaler outen sich in offenem Brief

Allein die Liste der Unterzeichner ist geeignet, jedes Anliegen zu diskreditieren: Josef Ackermann (Deutsche Bank), Werner Wenning (Bayer), Ekkehard Schulz (Thyssen-Krupp), Eckhard Cordes (Metro), Jürgen Hambrecht (BASF), Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski, Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube, Strukturvertriebler Carsten Maschmeyer, Weich- kekskönig Werner Bahlsen, Paranoiaexperte Otto Schily und dazu noch der Verhandlungsstratege Oliver Bierhoff.
Und was haben diese Typen außer mindestens einem defekten Chromosomensatz (xy) noch gemeinsam? Genau, jetzt stehen sie allesamt auf der kulturevolutionären JPEL-Liste. Geht sterben, Jungs!

Putschversuch der Atomstromversorger

Eon, RWE, EnBW und Vattenfall sabotieren nicht nur die erneuerbaren Energien und betrügen uns um eine Milliarde, nein, jetzt erpressen sie Deutschland gleich mal in toto.
Wenn Unternehmen, deren Geschäft die Sicherstellung eines existenziellen Lebens- bedürfnisses unserer Industriegesellschaft ist, derart die Rückbindung zu deren Rechtsnormen und demokratischen Regeln verlieren, führen sie defacto Bürgerkrieg.
Die einzig angemessene Reaktion auf diesen Angriff ist daher die entschädigungslose Enteignung der vier amoklaufenden Konzerne. Mit den Verantwortlichen ist nach Paragraph 129 StGB zu verfahren. Abführen.

Gut angelegtes Steuergeld

MÜNCHEN Die bayrische Landesregierung hat für 108.000 Euro ein Meinungs- forschungsinstitut damit beauftragt, Strategien zur FDP-Bekämpfung zu entwickeln. Nun droht die koalierte Gurkentruppe unverhohlen: «Sollten sich die Vorwürfe ganz oder teilweise bestätigen, halten wir ferner personelle Konsequenzen für unvermeidbar.» Mehr können die Bayern für ihr Geld wirklich nicht bekommen – weiter so.

kapitalmarktvertrauensvoll verarscht

Die PIGS haben derzeit offensichtlich keine Probleme ihre Staatshaushalte am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Die Nachfrage nach griechischen Geldmarktpapieren übertraf gestern genau so das Angebot, wie letzte Woche die nach spanischen Bonds (6 zu 14,5 Milliarden Euro). Das nenne ich Anlegervertrauen.
Was also soll der Popanz von den scheuen Kapitalrehlein? Und wer profitiert überhaupt davon, wenn die Europäer ihre Sozialstaaten demnächst kaputtgespart haben? Niemand fragt – und schon gar nicht unsere Qualitätsjournalisten. Warum nur?
[Postdemokratur]

Schwäbische Kunde

STUTTGART-21 1,5 Milliarden Euro sind bereits weg, für Planungen (Besser wie Ölbohren!!!) ausgegeben. Klar, da gebietet es alleine der ökonomische Sachverstand, noch mal 6,5 Milliarden Euro plus XXL¹ hinterherzuschmeißen. Und den 64.000 protestierenden schwäbischen Hausfrauen mangelt es ja eh‘ geradezu sprichwörtlich am nötigen Sachverstand. Sie sind also zu ignorieren. Die Bahn kommt, aber von oben.
(¹) Über Jahrzehnte prospektierte öffentliche Bauvorhaben halten sich erfahrungsgemäß strengstens an die Kostenplanung.