Schlagwort-Archive: Steuer

#Trittin: Grüne bleiben sich treu

BERLIN +++ Blockparteiwart Trittin erklärt in Holzmedium für den Fall der Machtergreifung: «Wenn es überhaupt zu einer Vermögensteuer kommt, dann wird sie auf sich warten lassen», wegen bürokratischem Aufwand, Kassensturz und SchuldenVermögensberg.
Na da sind wir aber beruhigt, Jürgen.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft von Sozialisten gekapert?

+++ Was ist da los? #INSM-Ökonomenblog: Der neueste Kauf einer CD mit Daten möglicher Steuerhinterzieher ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein – er war aber absolut richtig. Das noch zu ratifizierende deutsch-schweizer Abkommen reicht nicht aus. Steuerhinterziehern muss viel effektiver das Handwerk gelegt werden …
Das geht so nicht, Herr Roos! Ich hab‘ gleich mal eine Mail an den Martin Kannegiesser geschickt. Der wird ihnen das Handwerk legen. Steuerfaschismus.
[Update I]  Immerhin, auf die NRW-Piraten ist Verlaß. Udo Vetter will die Schatzinsel retten.
[Update II] Jetzt macht die OECD ernst, und die Schweizer Regierung verschweigt das Desaster – offenbar aus taktischen Gründen. Wird die Neuerung ruchbar, so könnte Deutschland merken, dass es durch das geplante Abgeltungssteuerabkommen mit der Schweiz womöglich das Recht auf Identifikation und angemessene Besteuerung seiner Steuerhinterzieher für lange Zeit verlieren wird. Bern will Deutschland einmal mehr für dumm verkaufen.

Spezialexperte: Reichensteuer geht gar nicht

+++ FAZ weiß Bescheid: In Frankreich fordern 16 Manager eine Reichensteuer, in Deutschland kämpfen nur wenige Unternehmer dafür. Doch für das Stopfen großer Haushaltslöcher ist die Steuer ungeeignet, sagen Forscher.
Ach so, Forscher haben das der FAZ gesagt. Die Forscher, das ist in diesem Fall Steuervermeidungsexperte Stefan Bach vom DIW. Immerhin, dass das DIW völlig unabhängig von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesverband der Deutschen Industrie ist, sagt die FAZ nicht. Immerhin.
Also ab nach Disneyland.

#konservativ: Schluss mit dem Palaver, tätige Reue ist gefragt

+++ Von Onkel Schirrmacher bis zu Professor Kirchhof, die konservative Absetzbewegung vom Neoliberalismus ist unübersehbar. Die Herren suchen offenbar doch lieber schnell noch Sündenerlass, bevor der Götzendienst zum Ende kommt und Mammon seine Hohepriester frisst. Mit Palaver ist es da allerdings nicht mehr getan.
Doch glückhafterweise präsentiert just in der Stunde größter Seelenqual den Konvertiten ausgerechnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ein steuerpolitisches Bußkonzept, dass – abgerundet durch gesetzlichen Mindestlohn und Bürgerversicherung – ihre Höllenfahrt  verhindern könnte. Sie müssten den Ablasshandel bloß kommentarlos zeichnen. [Lesebefehl!]
Kommentarlos? Das freilich ist zuviel verlangt. Die Absolution entfällt..

Endlich Amnestie für anonyme Offline-Kriminelle

«Das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen ist staatlich organisierte Geldwäsche. ( …) Es handelt sich um Geld der Reichen in Deutschland, der Zumwinkels, wenn man es mal so nennen will, und andererseits der Schwerkriminellen», erklärt Sebastian Fiedler, Sprecher einer Patienteninitiative des Bundes deutscher Kriminalbeamter, der deutschen Steuergewerkschaft des Bundes der Richter und Staatsanwälte in NRW und der deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft.
Bei der querulatorischen Zwangsstörung handelt es sich nicht nur in Hessen um eine anerkannte Berufskrankheit. Unsere Fürsorgepflicht gebietet die sofortige Frühpensionierung der kranken Staatsdiener.

#Mitfühlender Liberaldentismus

Laut GKV-Spitzenverband liegen die Jahreseinnahmen einer Zahnarztpraxis bei durchschnittlich 502.000 Euro (West) / 306.00 Euro (Ost). Abzüglich Betriebskosten bleiben davon dann etwa 172.000 Euro (West) / 110.000 Euro (Ost) als Ertrag vor Steuern und Schiffsbeteiligung übrig. Unvorstellbar! Bloß gut, dass es den Herrn Bahr gibt.
Und sollten dann 2013 tatsächlich alle 66.000 armutsbedrohten Dentisten dankbar die FDP wählen, so entspräche dies, je nach Wahlbeteiligung, immerhin einem Anteil von satten 0,1 bis 0,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

#Global-Wealth: Deutschland zweitklassig

Unfassbar: Hierzulande besitzen nur 839 Haushalte ein Geldvermögen von über 100 Millionen US-Dollar. Selbst in den USA sind es 2.692 – und schlimmer noch, der reichste Mann der Welt ist auch noch ein Mexikaner. Richtig gelesen, ein Mexikaner! In der SPD bricht also Panik aus. Jetzt rächt sich die jahrzehntelange Umverteilungspolitik.