Schlagwort-Archive: Verstaatlichung

#Konsistente Idiokratie LXVIII (Homo oekonomicus non calkulat)

BERLIN +++ Die unter dem Euphemismus FMS-Wertmanagement firmierende HRE-Ablage kann einen schönen Erfolg verbuchen: Per Billanzierungsfehler gelang den detailverliebten Wertmanagern die Reduktion der deutschen Staatsverschuldung um 55,5 Milliarden Euro.
Der Bundesfinanzminister zeigt sich über den Fund wenig überrascht – schließlich passen so viele Milliarden ja auch nicht in einen Koffer.
[Idiokratie – die Doko-Soap]

#Occupy Deutsche Bank, aber schnell!

FRANKFURT +++ Analysten gehen davon aus, dass die Ratingagentur Fitch auch die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank alsbald herabstuft; via tagesschau.de
Damit das systemrelevanteste aller Kreditinstitute uns durch steigende Refinanzierungskosten nicht mit in den Orkus reißt, empfiehlt sich daher die unverzügliche Zwangsrekapitalisierung (Euphemismus für Verstaatlichung) – aber selbstverständlich entschädigungslos.

Konsistente Idiokratie LIX (Privates Staatsfinanzierungstabu)

Warum sich Deutschland über private Banken zu 2,5 Prozent bei der EZB refinanziert, statt das Geld direkt für 1,25 Prozent von der EZB zu leihen – und was diese Art Direktfinanzierung für Griechenland bedeuten würde? Das will niemand wirklich wissen, Herr Berger.
Die staatliche Finanzierung der privaten Staatsfinanzierer ist für die privaten Staatsfinanzierer das systemrelevante Geschäftsmodell und damit alternativlos. Ende der Diskussion.
[Idiokratie – die Doko-Soap]
[Update 1] Pragmatischer Lösungsansatz, ab morgen ganz ohne Revolution möglich: Die Republik gibt Anleihen mit einem Zinssatz von 0,01 Prozent über EZB-Niveau heraus. Die verstaatlichte HRE nimmt sie ab. Dann hinterlegt sie die Anleihen bei der EZB und leiht das Geld zum Zentralbankzinssatz.
[Update 2] Der Standard findet’s auch unschön: Die unglaubliche monetäre Subvention der Finanzwirtschaft.

#ENBW: Christdemokratische Verstaatlichung

KARLSRUHE Die Baden-Württemberger bezahlen 4,67 Milliarden Euro für den ENBW-Rückkauf, laut Pfeffersprayer Mappus werden die neuen Hauptaktionäre aber keinen Einfluss aufs Geschäft nehmen – also etwa auf den Strompreis oder (Die Götter mögen uns bewahren!!!) auf die Laufzeiten der konzerneigenen AKWs. Niemals nicht.

Ein schönes Kompliment aus dem Hause Springer

welt-online warnt vor grüner Gefahr: Die Grünen entwickeln sich zur Enteignungspartei. Die Vorstellungen zur Bürgerversicherung sind ein Anschlag auf die Mitte der Gesellschaft.
Möglicherweise hat ausgerechnet diese ominöse ‚Mitte der Gesellschaft‘ die Privatisierung ihrer Steuern durch Energiekonzerne, Banken, Hoteliers und Pharmaindustrie satt – warum sie dann aber bloß die Grünen wählen sollten?

Finanzastronomie

Das konnte nur mit einer Physikerin als Bundeskanzlerin gelingen: Wir haben ein Schwarzes Loch verstaatlicht, Glückwunsch.
Und was passiert jenseits des Ereignishorizonts mit der eingesogenen Materie? Genau, die kriegen die üblichen Verdächtigen. Sagt aber keiner, weil offenbar ganz gut dafür bezahlt wird, dass niemand dumm rumfragt/antwortet.

Das konnte nur mit einer Physikerin als Bundeskanzlerin gelingen: Wir haben ein Schwarzes Loch verstaatlicht, Glückwunsch.

Und was passiert jenseits des Ereignishorizonts mit der eingesogenen Materie? Genau, das kriegen die üblichen Verdächtigen. Sagt aber keiner.

Putschversuch der Atomstromversorger

Eon, RWE, EnBW und Vattenfall sabotieren nicht nur die erneuerbaren Energien und betrügen uns um eine Milliarde, nein, jetzt erpressen sie Deutschland gleich mal in toto.
Wenn Unternehmen, deren Geschäft die Sicherstellung eines existenziellen Lebens- bedürfnisses unserer Industriegesellschaft ist, derart die Rückbindung zu deren Rechtsnormen und demokratischen Regeln verlieren, führen sie defacto Bürgerkrieg.
Die einzig angemessene Reaktion auf diesen Angriff ist daher die entschädigungslose Enteignung der vier amoklaufenden Konzerne. Mit den Verantwortlichen ist nach Paragraph 129 StGB zu verfahren. Abführen.